03.04.2002 | 00:00

Rechnungsabschlüsse der NÖ Krankenhäuser 2001:

Für Leistungen 988.350 Euro bereitgestellt

Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi und der Geschäftsführer des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds, Bereich Gesundheit, Dipl.Ing. Hans Spann, sagten gestern in einer Pressekonferenz im Landhaus in St.Pölten, dass für die von den niederösterreichischen Krankenanstalten im vergangenen Jahr erbrachten Leistungen an die Patienten vom Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) rund 988.350.000 Euro (13,6 Milliarden Schilling) aufgewendet wurden. Die Anpassungsmittel, die vom NÖGUS für die Umsetzung von strukturellen Änderungen bezahlt werden, machen rund 14.534.566 Euro (200 Millionen Schilling) aus. Auch wurde den Krankenhäusern Waldviertelklinikum, Korneuburg, Krems, Lilienfeld, Neunkirchen, St.Pölten und Stockerau zur Sicherstellung der Finanzierung die Möglichkeit eingeräumt, einen Kredit beim NÖGUS, finanziert aus Rücklagen und freien Mitteln, von rund 6.540.555 Euro (90 Millionen Schilling) aufzunehmen.

Die vom NÖGUS zur Verfügung gestellten Strukturmittel, also jene Gelder, die für Projekte zur Entlastung des stationären Bereiches zur Verfügung gestellt werden, werden für das Jahr 2002 rund 26,9 Millionen Euro betragen. Gegenüber dem Vorjahr sind das um rund 12 Prozent mehr. Die Projekte, die Förderungen aus Strukturmitteln erhalten, sind im Bereich der Notarztversorgung, der Hauskrankenpflege und der Pflegeeinrichtungen des Landes angesiedelt, dienen aber auch der Gesundheitsvorsorge, also etwa der Suchtprävention, der Drogenberatung oder den Mütterstudios.

Spann bezifferte die Arbeitsleistung des NÖGUS mit rund 140 Projekten und Aktivitäten, die von 23 Mitarbeitern geleistet wurden. Das Hauptaugemerk liegt auf 2- bis 3-jährigen Pilotprojekten, bei denen wichtige Erfahrungen gesammelt werden sollen.

Der NÖGUS führt zudem auch medizinische Leistungen besonderer Art durch, wobei das „papierlose Spital“ als Vision gelten soll:

An den Standorten Waidhofen an der Thaya, Scheibbs, Gmünd und Lilienfeld werden Pilotprojekte zur Palliativmedizin durchgeführt.

Im Bezirk Melk mit dem Krankenhaus in der Bezirkshauptstadt wird die ambulante Versorgung der Bevölkerung mit CT-Leistungen weiterhin durch dieses Spital abgedeckt, obwohl der Rechtsträger, die Stadtgemeinde Melk, zu dieser Tätigkeit nicht mehr bereit ist, weil durch den NÖGUS derzeit zu wenig Mittel fließen. Der NÖGUS fand einen Ausweg: Die ambulante Versorgung des Bezirkes Melk mit CT-Leistungen wird weiterhin durch das Spital abgedeckt. Die Krankenanstalt wird aus dem Anpassungstopf eine zusätzliche Abgeltung bis 2004 erhalten.

Um entsprechende Finanzmittel effektiver einsetzen zu können, wird eine verstärkte Anbindung der Pharmazeuten in das jeweilige Krankenhausmanagement angestrebt.

Der Behandlungspfad bei Schlaganfall, der in den Krankenhäusern Krems und Mauer im Pilotprojekt getestet wurde, wird jetzt allen Spitälern in Niederösterreich samt der Dokumentation zur Verfügung gestellt.

Bei Diabetes mellitus wurden für den medizinischen Abschnitt und dem Schulungsteil die Behandlungsteile abschlossen. Der pflegerische Teil wird in den nächsten Wochen von NÖGUS-Vertretern ausgearbeitet.


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