25.03.2002 | 00:00

4-spuriger Ausbau der A 2 zwischen Guntramsdorf und Vösendorf

LH Pröll: Zentrales Projekt der NÖ Verkehrsinfrastruktur

Als ein ganz zentrales Projekt der Verkehrsinfrastruktur in Niederösterreich bezeichnete am Freitag Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll den 4-spurigen Ausbau der Südautobahn zwischen Guntramsdorf und Vösendorf, ein Autobahnabschnitt, auf dem derzeit täglich rund 145.000 Fahrzeuge unterwegs sind. Für das rund 116,3 Millionen Euro teure Ausbauprogramm wurden bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Das Projekt, das nun in Angriff genommen wird, soll gleichzeitig mit der Fertigstellung der Wiener Südrandstraße B 301 im Jahr 2006 abgeschlossen sein. Der Ausbau des knapp 8 Kilometer langen Abschnittes der A 2 erfolgt etappenweise und unter Aufrechterhaltung des Verkehrs, wobei während der gesamten Bauzeit immer drei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen. Allein heuer werden rund 13 Millionen Euro verbaut. Den Ausbau begründete der Landeshauptmann mit der überdurchschnittlichen wirtschaftlichen Entwicklung des Südraumes von Wien und dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen, dem höchsten in ganz Österreich.

„Für die derzeit größte Straßenbaustelle Europas unter Verkehr“ (Straßenbaudirektor Dipl.Ing. Meinrad Stipek) wird es auch umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen geben. „Dazu gehört in erster Linie die Mitteltrennung durch Betonleitwände, mit denen wir die besten Erfahrungen gemacht haben“, so Pröll. Dazu kommen Pannenbuchten, Radarboxen, Notzufahrten und mobile Tempoanzeigen. Trotz der umfangreichen Vorkehrungen ist auf diesem Straßenabschnitt während der Bauzeit auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens immer wieder mit Behinderungen zu rechnen. Der Landeshauptmann verwies deshalb auf das umfangreiche öffentliche Verkehrsangebot im Süden von Wien, das eine durchaus attraktive Alternative darstelle und auch im Internet www.vor.at abgefragt werden könne.

Infrastrukturminister Ing. Mathias Reichhold, der nun 30 Tage im Amt ist, bekannte sich beim Pressegespräch in der Raststation „Oldtimer“ in Guntramsdorf ebenfalls zum Ausbau dieses Straßenstückes und meinte, dass für den weiteren Ausbau des hochrangigen Straßennetzes ab Mitte 2003 zusätzliche Mittel aus dem Road Pricing zur Verfügung stehen werden. Wie notwendig diese Mittel sind, sei auch durch die Tatsache begründet, dass neben dem Neubau von Projekten wie der A 5 Nordautobahn etwa 50 Prozent des rund 2.000 Kilometer langen Autobahnnetzes älter als 20 Jahre sind und damit vielfach nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen.

Informationen zur „Die neue Süd“ sind auch unter www.a2-bau.at zu erhalten.


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