22.03.2002 | 00:00

Onodi zum „Tag des Wassers“:

Gewässerökologie besonders wichtig

5,3 Millionen Tote und mehr als 3,3 Milliarden Erkrankungen weltweit sind jedes Jahr auf verschmutztes Wasser zurückzuführen. Heute wird der „Tag des Wassers“ der Vereinten Nationen gefeiert, der heuer zum zehnten Mal begangen wird. Das war gestern auch Anlass zu einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St.Pölten, in der Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, der Leiter der Gruppe Wasser im Amt der NÖ Landesregierung, Dipl.Ing. Karl Dimmel, und der Wasserexperte der AKNÖ, Dipl.Ing. Helmut Bohacek, Auskunft über Vorhaben und Projekte gaben, um das kostbarste Gut des Menschen zu bewahren oder sogar zu verbessern.

Rund 90 Prozent der Bevölkerung Niederösterreichs beziehen Wasser aus öffentlichen Leitungen, die anderen 10 Prozent, meistens Bewohner von einzelnen Katastralgemeinden, aus Hausbrunnen. Vor diesem Hintergrund nahm Onodi zu den laufenden Projekten des Landes Niederösterreich im Bereich Wasser Stellung. Die Gewässerökologie, also die Verwirklichung von Hochwasserschutz durch ökologische Maßnahmen, sei besonders wichtig. Als zweite Initiative zählen Gewässerbetreuungskonzepte, zum Beispiel entlang der Traisen, wo bei der Planung besonders der Naturschutz, der Landschaftsschutz und die Fischerei eingebunden ist. Niederösterreichs Flüsse und Seen bilden aber – als dritter Punkt – auch einen wertvollen Lebensraum. Den müsse man erhalten und/oder zurückgewinnen. Drei aktuelle regionale Projekte in Niederösterreich hob Onodi besonders hervor: Bei der Gewässerumgestaltung am unteren Kamp werden in Grunddorf (Marktgemeinde Etsdorf-Haitzendorf, Bezirk Krems) drei Flussarme, die bei der Regulierung in den 60er Jahren abgetrennt wurden, wieder angebunden. Das zweite aktuelle Projekt ist das Hochwasserschutzprojekt der Traisen im Abschnitt Pottenbrunn-St.Pölten, der jetzt umgestaltet wird, wobei vor allem ökologische Ziele erfüllt werden. Das dritte Projekt ist der Hochwasserschutz Tullnerfeld Nord, von den einzelne Teile schon fertiggestellt sind und der insgesamt 18,3 Millionen Euro kostet. Im Endausbau soll der Schutz den Kommunen Stockerau, Hausleiten, Stetteldorf am Wagram, Tulln, Absdorf, Königsbrunn am Wagram, Kirchberg am Wagram und Grafenwörth einen 100-jährigen Hochwasserschutz bieten. Onodi äußerte sich auch negativ zu Plänen, Wasser aus Österreich in das Ausland zu verkaufen: „Die Wasserversorgung soll in österreichischen Händen bleiben“, man will, „über unser Wasser weiter selbst bestimmen.“

Man habe bei einem 5-jährlichen Hochwasser an der Donau eigentlich kaum Probleme, sagte Dimmel.


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