22.03.2002 | 00:00

Land und Stadt verhandelten über St.Pöltner Spital

Keine Einigung über Trägerschaft und Finanzierung

Im NÖ Landhaus fand gestern ein Gespräch zwischen Vertretern des Landes Niederösterreich (Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi und Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka) und der Stadt St.Pölten (Bürgermeister Willi Gruber) statt, es endete ohne Einigung über die Rechtsträgerschaft und über die Finanzierung. Mit der Ablehnung des Angebotes des Landes durch St.Pölten werde auch eine gesamtniederösterreichische Lösung nicht zu Stande kommen können, betonte Sobotka. Sowohl der Finanz-Landesrat als auch Landeshauptmannstellvertreterin Onodi kündigten aber weitere Gespräche mit den niederösterreichischen Krankenhausträgern an, um Kooperationen, Synergieeffekte und Kosteneinsparungspotenziale zu nützen.

Landesrat Sobotka wies die Stellungnahme der Stadt, wonach das Angebot des Landes keine gerechte Finanzierung vorsehe, zurück, sie sei durch die Zahlen eindeutig widerlegt. Das Land habe dieses Angebot gemacht, um der Stadt und auch den anderen Trägergemeinden zu helfen. Er sprach sich für den weiteren Ausbau der Spitzenmedizin aus. Weiters werde er regionale Kooperationen unterstützen, auch über die Landesgrenzen hinweg, etwa zwischen den Spitälern Hainburg und Kittsee: „Wir wollen jenen Häusern, die große Sorgen haben, zur Seite stehen und versuchen, Lösungen mitzugestalten.“

Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi betonte, die heutige Gesprächsrunde sei sicher nicht das Ende einer seit Jahren laufenden ständigen Weiterentwicklung des niederösterreichischen Gesundheitswesens. Die Diskussion dürfe nicht auf ein Krankenhaus fokussiert werden. Es gehe nicht um Rechtsträgerschaft, sondern um die Sicherstellung des Versorgungsauftrages, den alle Krankenhausträger derzeit bestens erfüllen. Sie strebe eine Fortsetzung des Weges der verstärkten Kooperation zwischen den Spitälern an: „Für mich ist jedes Krankenhaus ein ‚Gesundheitszentrum‘ einer Region, das in engster Kooperation mit anderen lokalen Einrichtungen und der Ärzteschaft eine wichtige ‚Overhead-Funktion‘ wahrnimmt. Dieser Charakter des Gesundheitszentrums soll noch weiter ausgebaut und gestärkt werden.“


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