21.03.2002 | 00:00

„Venture Capital – Chancen für Start-Ups in Niederösterreich“

Eco Plus lud zu Diskussionsforum

Technologie, Forschung und Innovation sind die Zukunftsthemen der niederösterreichischen Wirtschaft. Unter diesem Aspekt veranstaltete Eco Plus, Niederösterreichs Regionale Entwicklungsagentur, gestern im Eco Plus-Forum (Industriezentrum NÖ-Süd) ein Diskussionsforum zum Thema „Venture Capital – Chancen für Start-Ups in Niederösterreich“. Venture Capital als Finanzierungsform ist auf Unternehmensgründungen und auf das Wachstum von Unternehmen zugeschnitten. Welche Chancen Venture Capital niederösterreichischen Unternehmen eröffnet, welche Garantien zur Verfügung stehen, wie das neue Beteiligungsmodell NÖ aussehen wird, diskutierten Experten aus Wirtschaft und Politik.

In Österreich besteht ein Mangel an risikobewussten und risikobereiten Kapitalanlegern. Der gesamtösterreichische Markt für Venture Capital ist im internationalen Vergleich noch recht klein. Erfreulich ist jedoch, dass sich österreichweit das verfügbare Venture Capital in den letzten Jahren vervielfacht hat. Einen wesentlichen Grund stellen, laut Dr. Peter Takacs, Geschäftsführer der FGG Finanzierungsgarantiegesellschaft, die FGG-Kapitalgarantien dar, die die Gründung von Venture Capital Fonds maßgeblich erleichtern. Die FGG leistet mit den Kapitalgarantien und dem Technologiefinanzierungsprogramm einen wesentlichen Beitrag zur Belebung des Eigenkapitalmarktes. Dass ebenso die Bedeutung anderer alternativer Finanzierungsformen steigen wird, führte Mag. Peter Mann, Direktor der NÖ KapitalbeteiligungsgmbH und der NÖ KreditbürgschaftsgmbH, aus.

Die Förderung und die Forcierung von High-Tech-Unternehmensgründungen stellt eine wichtige Maßnahme der NÖ Wirtschafts- und Technologiepolitik und der Technologieoffensive dar. Innovative Maßnahmen in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Ausbildung werden forciert und Niederösterreich als moderner europäischer Technologiestandort positioniert. Jungunternehmer sind momentan bei der Gründung technologieorientierter Unternehmen sehr gefordert, berichtete Mag. Karin Platzer, Geschäftsführerin der RIZ NÖ Holding.

Erklärtes Ziel von Niederösterreich ist es daher, ein optimales Umfeld für technologieorientierte Unternehmen zu schaffen. Dr. Richard Plitzka erklärte in Vertretung von Landesrat Ernest Gabmann, dass die Angebote der Unterstützungseinrichtungen Niederösterreichs, Eco Plus, TecNet Company, Wirtschaftsförderungsabteilung, RIZ-Holding, NÖBEG und die NÖ Bildungsgesellschaft, zukünftig kundenfreundlich gebündelt werden, um eine abgestimmte und optimale Unterstützungslandschaft der technologischen Entwicklung in der niederösterreichischen Wirtschaft zu gewährleisten. Drei wichtige Technologiestandorte haben sich bereits herausgebildet: Wiener Neustadt mit dem Schwerpunkt Mikrosystemtechnik, Tulln mit Agrarbiotechnologie und Krems mit Biotechnologie.

Um die kapitalmäßige Ausstattung von Neugründungen zu begünstigen, wurde ein NÖ-eigenes Beteiligungsmodell entwickelt. Mag. Georg Bartmann, NÖ Landesregierung, präsentierte, wie mit diesem neuen Beteiligungsmodell NÖ professionelle Kooperation mit am Markt tätigen Inkubatoren, der Finanzierungsgarantiegesellschaft des Bundes und der Europäischen Investitionsbank die Neugründung von High-Tech Unternehmen ermöglicht wird.


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