21.03.2002 | 00:00

Hochwasser auf der Donau und in den Alpenflüssen

Unterläufe der Flüsse zwischen Enns und Traisen steigen weiter

Entlang der Donau und besonders im westlichen Landesgebiet um Persenbeug, Mank und Ybbs herrscht seit Mittwoch Abend Hochwasseralarm: Die Ybbs, so berichtete heute die Abteilung Hydrologie des Amtes der NÖ Landesregierung, ist weiterhin im Unterlauf stark ansteigend, ebenso die Enns, die Erlauf und die Traisen. In den Oberläufen waren diese Flüsse noch steigend oder bereits gleichbleibend. Der Inn an der Grenze zwischen Bayern und Oberösterreich steigt weiterhin, auch die Donau in Deutschland, was natürlich auch Auswirkungen auf die österreichische Flussstrecke des Stromes hat.

Derzeit hält man in Niederösterreich beim 4-jährlichen Donau-Hochwasser, was auch bereits Überflutungen auslöste. Der Pegel Kienstock hält derzeit bei 750, wird gegen Mittag auf 790 steigen, und gegen Abend erwartet man 800. Noch ist mit geringen Niederschlägen zu rechnen, wie weit sich das aber auswirken wird, kann man derzeit noch nicht abschätzen.

Die Landeswarnzentrale Niederösterreich in Tulln ersuchte heute Früh die Bevölkerung, wegen des Wetters in den Bereichen der Donau in den Badesiedlungen und Campingplätzen entlang des Stromes sowie an den Flüssen des Alpenvorlandes und des Mostviertels alle Fahrzeuge oder Campingbusse bzw. Anhänger aus dem Hochwasserbereich zu entfernen und die Badehütten nicht zu benutzen, da bei einer weiter steigenden Tendenz des Wassers die Wege überflutet werden könnten. Mit einer Verschärfung der Situation wäre zu rechnen.

Bereits gestern Abend hat man alle Bezirkshauptmannschaften entlang der Donau wegen des Hochwassers verständigt. Das Aufrichten der Mauer entlang des nördlichen Donauufers in Krems bzw. Stein wurde in den Vormittagsstunden begonnen.

Die Abteilung Straßenbetrieb des Amtes der NÖ Landesregierung meldete heute Früh, dass einige Straßen wegen Hochwassers gesperrt sind. Das betrifft die L 6050 zwischen St.Georgen und Euratsfeld bzw. zwischen dem Kilometer 3,2 und der L 90, die L 6058 zwischen Ardagger Markt und Wallsee bzw. zwischen der B 119 und der L 6072, sowie die Umfahrung der B 122 in Aschbach, wo eine Umleitung organisiert wurde. Die L 5258 ist von der L 5257 über Riegers, Brunnwiesen und Grabenegg zur L 105, alles östlich von Wieselburg gelegen, wegen des Abganges einer Mure gesperrt.

Die östlichen Flüsse, etwa die Schwechat und die Triesting, sind gestern Abend stark gestiegen, dann aber ist das Wasser zurückgefallen, und derzeit ist der Stand konstant. Hier sind momentan keine Überflutungen zu befürchten.

Immer noch herrschte heute Früh örtlich starker Regen. Im Voralpengebiet hat man in höheren Lagen mit Schneematsch, leichtem Schneefall oder Schneeregen zu kämpfen. Die Temperaturen in den Morgenstunden: - 1 bis + 8 Grad.


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