20.03.2002 | 00:00

Am 22. März ist Welt-Wassertag

Sobotka: Vorsorgende Wasserpolitik in Niederösterreich

Am Freitag, 22. März, ist Welt-Wassertag, der, 1972 von der UNO ins Leben gerufen, das Bewusstsein für die Bedeutung des Trinkwassers heben soll. Alle Staaten sind dazu aufgerufen, Aktionen zur Erhaltung, dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen zu veranstalten und konkrete Maßnahmen zu setzen. „Niederösterreich hat durch seine vorsorgende Wasserpolitik eine weltweite Spitzenposition nicht nur bei der Qualität des Trinkwassers, sondern auch bei der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Denn unser Wasser kann ohne weitere Behandlung den Konsumenten zur Verfügung gestellt werden. In vielen anderen Ländern sieht dies aber anders aus“, meint Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka zur Wichtigkeit des jährlichen Welt-Wassertages.

Wasser ist auf der Erde sehr unterschiedlich verteilt: Regionen mit reichen Vorkommen wie Österreich stehen Gebieten gegenüber, in denen das „Lebensmittel Nummer 1“ Mangelware ist. Bei uns fließen im Schnitt 150 Liter bestes Trinkwasser pro Tag und Person durch die Leitungen, während Menschen in den Dürreregionen der Welt kaum das Wasser zum täglichen Überleben haben. Jährlich sterben immer noch rund 10 Millionen Menschen an verseuchtem Wasser. Gleichzeitig werden aber z.B. 200.000 Liter kostbares Nass für die Produktion eines einzigen Autos verwendet.

Im Rahmen des Welt-Wassertages führt „die umweltberatung“ Niederösterreich am 22. März in allen Regionen des Landes Messaktionen für Brunnenwasser durch, die nächste Trinkwassermessaktion folgt dann am 16. April. Dabei kann die Qualität des Wassers kostengünstig untersucht werden. Bei diesen nicht amtlichen Untersuchungen werden zum Preis von 55 Euro die wichtigsten physikalischen und chemischen Parameter sowie mögliche hygienische Verunreinigungen erhoben: Nitrat, Nitrit, Ammonium, Eisen, pH-Wert, Leitfähigkeit und Härte sowie die wichtigsten Keimzahlen.

Bei der Probenahme wird auch der bauliche Zustand der Brunnen vor Ort festgestellt, sind doch in vielen Fällen die Belastungen des Wassers „hausgemacht“: Ein undichter Brunnendeckel, fehlende Entlüftung oder das Eindringen von Oberflächenwasser durch die Brunnenringe können das Trinkwasser mit unerwünschten Stoffen belasten. All das lässt sich durch einfache Sanierungsmaßnahmen beheben.

Zusätzlich bietet die Broschüre „Vom Wert des Wassers“ Informationen zum Trinkwasser und zum richtigen Betrieb eines Brunnens, nützliche Adressen und weitere Tipps. Broschürenbestellungen (das Heft kostet 4 Euro zuzüglich Porto) und Anmeldungen bei der „umweltberatung“ Niederösterreich unter der Telefonnummer 02742/718 29 oder per e-mail unter niederoesterreich@umweltberatung.at.


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