18.03.2002 | 00:00

LH Pröll: Moderne Arbeitsplätze durch Betriebsansiedlungen

Baxter-Sprecher lobt NÖ Verwaltung

Neue zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstehen vor allem in neuen Betrieben. Das Land Niederösterreich fördert daher einerseits Gründer und bemüht sich andererseits intensiv um Betriebsansiedlungen, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung „Forum Niederösterreich“. Er zog auch eine positive Bilanz: „Im Vorjahr wurden in Niederösterreich fast 5.500 Betriebe neu gegründet, und bei den Betriebsansiedlungen ist uns in diesen Tagen ein ganz großer Erfolg gelungen.“ Bekanntlich errichtet das amerikanische Pharma-Unternehmen Baxter in Krems ein Werk für die Produktion eines neuen Grippe-Impfstoffes und schafft damit 300 hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Die internationale Konkurrenz um diese Betriebsansiedlung war sehr groß. Pröll: „Das Match zwischen Singapur und Berlin haben Niederösterreich und Krems gewonnen!“

Der Sprecher der Firma Baxter, Frank Butschbacher, stellte in der Sendung dazu fest, dass das international tätige Unternehmen bereits Standorte in Wien und in Orth an der Donau hat und hob hervor: „Wir haben hier mit der öffentlichen Verwaltung ausgezeichnete Erfahrungen gemacht.“ Als weitere Argumente für die Standortentscheidung nannte er das Potenzial an gut ausgebildeten und hoch motivierten Arbeitskräften, die ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur und die Donau-Universität, von der sich Baxter in Zukunft viele Absolventen erwartet, die genau in das Firmenkonzept passen.

Allein über die Landes-Entwicklungsagentur Eco Plus wurden in den letzten zehn Jahren 534 Unternehmen mit 10.700 neuen Arbeitsplätzen angesiedelt. Geschäftsführer Dkfm. Dr. Krendelsberger verwies auf eine Reihe von Stärken und Vorteilen Niederösterreichs, etwa auf die geopolitische Lage und die guten Beziehungen zu den Zukunftsmärkten in Ost- und Mitteleuropa, auf das hohe Bildungsniveau, auf die Fachhochschulen sowie die Forschungs- und Technologiezentren, die bereits heute internationale Hightech-Unternehmen ins Land locken, aber auch auf die landschaftliche und kulturelle Vielfalt. „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, diese Stärken zu nutzen und aufzubauen sowie etwaige Schwächen, etwa im Bereich der Infrastruktur, rasch zu beseitigen“, schloss Landeshauptmann Pröll.


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