11.03.2002 | 00:00

Neue Direktion rückt Theater St.Pölten näher zum Publikum

2 zusätzliche Spielstätten, verbessertes Kundenservice

Der Besuch des Theaters St.Pölten wird bald ein voller Genuss werden: Das Publikum wird in Hinkunft nicht nur in den Theaterpausen, sondern auch vorher und nachher kulinarisch betreut werden, vorher in Verbindung mit Einführungsgesprächen, nachher im Disput mit den Darstellern. Dazu wird das Haus neu organisiert: Ein Theatercafe steht ebenso zur Verfügung wie ein Publikumscafe, die Sitze im Zuschauerraum werden großzügiger angeordnet, der Kartenkauf und die Garderobe werden einfacher und schneller abgewickelt. Die neue Leitung des Hauses, Reinhard Hauser als künstlerischer Leiter und Martin Sadler als Verwaltungsdirektor, für drei Jahre bestellt und mit 1. Juli im Amt, wollen neue Publikumsschichten ins Haus bringen.

Die Inhalte des Theaterbetriebes werden vielfältiger, zwei neue Spielstätten werden geschaffen: eine Werkstattbühne im Mahlersaal mit 100 Sitzen und von Mai bis Mitte Juni ein Freilichttheater am Rathausplatz mit 350 Sitzplätzen. Zu Silvester im Haupthaus wird Bert Brechts „Dreigroschenoper“ gespielt, anschließend wird umgebaut, das Hausorchester spielt zum Tanz auf, und die Gäste können sich bis in den frühen Morgen an einer „Gourmetmeile“, unterhalten durch bekannte Künstler, verwöhnen lassen. Intimere Atmosphäre wird in der Pianobar geboten.

Nicht nur der Komfort wird verbessert, sondern auch für die Jugend wird etwas getan. In einem neuen Jugendklub soll sich die Jugend auf der Bühne versuchen. Für Kulturveranstalter im Land bietet sich das Theater mit Orchester und Chor als Partner an, keine Veranstaltung soll da zu klein sein. Für das neue Outfit wird eine namhafte Werbeagentur sorgen.

Um die Besucherzahlen in die Höhe zu bringen, will man mit Reiseveranstaltern zusammenarbeiten, die die Besucher von überall her busweise nach St.Pölten bringen sollen.

Die Stadt St.Pölten ist mit der Öffnung des Theaters äußerst zufrieden. Kulturstadtrat Dr. Siegfried Nasko: „Mit der neuen Direktion beginnt auch ein neuer Abschnitt. Mit viel Engagement wurde ein ‚genialer Rechenstift’ angesetzt, um die Dinge im Interesse des Publikums neu zu ordnen. Es ist dies eine ‚Revolte gegen die Stagnation‘.“

Anknüpfend an frühere Theatertraditionen, wird der Ensemblegedanke hoch gehalten. Neue Kräfte werden für ständig ins Haus geholt, Gäste gibt es nur in Ausnahmefällen. So z.B. für „My fair Lady“, dessen Premiere am 14. September 2002 die neue Ära Hauser/Sadler einleitet. Zeitgenössische Autoren aus Niederösterreich werden verstärkt zum Zug kommen: Die Werkstattbühne wird dafür und auch für experimentelles Theater zur Verfügung stehen. Im Programm, das bereits für die gesamte erste Saison vorliegt, finden sich klassische Stücke ebenso wie Musicals und Operetten. Für Jugendliche werden einzelne Stücke sogar je nach Altersgruppe in variierten Versionen angeboten.

Nähere Details zum neu formierten Theater St.Pölten erfährt man unter der Telefonnummer 02742/35 20 26.


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