11.03.2002 | 00:00

In Kürze beginnt wieder Ozonsaison

In Niederösterreich heuer 4 weitere Messstellen

Pünktlich mit dem meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März zeigt sich auch das Wetter von seiner frühlingshaften Seite. Mit den steigenden Lufttemperaturen nähern wir uns aber auch der heurigen Ozonsaison, die gemäß Gesetz am 1. April beginnt und am 30. September endet. Derzeit kann man noch keine Prognosen abgeben, welchen Verlauf die Ozonentwicklung heuer nehmen wird. Fest steht, dass bei trockenem Wetter mit viel Sonne und sommerlichen Lufttemperaturen die Ozonkonzentrationen steigen werden. Ob sich der Trend der letzten Jahre zu leicht ansteigenden mittleren Konzentrationen bei gleichzeitigem Absinken der Spitzenwerte auch heuer fortsetzt, wird letztlich erst am Ende der Saison beurteilt werden können.

Die Vorarbeiten für den Ozonwarndienst sind jedenfalls im Gange. Wie jedes Jahr wird ein Ozondienst auch für Wochenenden und Feiertage eingerichtet. Derzeit werden die Geräte genau überprüft und nach internationalen Standards einjustiert, damit sie exakte Messdaten liefern. Zu den 29 Stellen, die bereits im vorigen Jahr für eine weitgehend flächendeckende Ozonüberwachung sorgten, werden heuer noch 4 Orte dazukommen, nämlich Himberg, Purkersdorf und noch je eine noch nicht festgesetzte Messstelle im westlichen Marchfeld und im mittleren Weinviertel.

Wie in den Vorjahren bildet Niederösterreich gemeinsam mit Wien und dem nördlichen sowie dem mittleren Burgenland das Ozonüberwachungsgebiet 1. Werden in diesem Gebiet Überschreitungen von Ozongrenzwerten an zumindest zwei Messstellen festgestellt, so erfolgt die Warnung für den gesamten Bereich.

Der Grenzwert der Vorwarnstufe für Ozon beträgt 0,20 Milligramm/Kubikmeter Luft als Dreistundenmittelwert. Bei Werten über 0,30 Milligramm muss die Warnstufe 1, bei Konzentrationen über 0,40 Milligramm die Warnstufe 2 ausgerufen werden. Die Erfahrungen zeigen, dass der Grenzwert der Vorwarnstufe zwar überschritten werden kann, die Warnstufen 1 und 2 höchstwahrscheinlich aber nicht zum Tragen kommen.

Die Bevölkerung wird von der Ausrufung von Voralarmen oder Ozonalarmen raschest über Hörfunk informiert. Auf diesem Wege werden auch Vorschläge für Verhaltensweisen mitgeteilt, die besonders für ozonempfindliche Personen von Interesse sind. Darüber hinaus können z.B. auch Anweisungen über Verkehrsbeschränkungen über dieses Medium bekannt gegeben werden, wenn dies eine Warnstufe erfordert.

Die Bevölkerung kann durch den NÖ Luftgüteinformationsdienst, das Luftgütetelefon oder die Internetseiten des Landes Niederösterreich den aktuellen Stand der Ozoninformation abfragen. Den NÖ Luftgüteinformationsdienst erreicht man durch Anwahl jeder beliebigen Bezirkshauptmannschaft in Niederösterreich, also entsprechender Vorwahl und der Hauptnummer 9025, oder der Landesregierung in St.Pölten mit 02742/9005. Nach Durchwahl zur Nebenstelle 11000 erhält man aktuelle Messdaten von Ozon (wahlweise auch von Schwefeldioxid oder Stickstoffdioxid). Bei Anwahl der Nebenstelle 11100 werden bei Eingabe einer niederösterreichischen Postleitzahl Luftschadstoff- und Wetterdaten nahegelegener Luftgütemessstellen verlautbart. Die Nebenstelle 11300 informiert über Wind und Lufttemperaturen. Der auf das NÖ Luftgütetelefon unter der Nebenstelle 14444 aufgesprochene tägliche Luftgütebericht wird bei Ozonereignissen aktualisiert und gibt Informationen über die aktuelle Entwicklung. Nicht nur die Ozonwerte, sondern auch andere Schadstoffwerte und Wetterdaten mit hohem Aktualisierungsgrad liefern die Internetseiten des Landes Niederösterreich, in die unter www.noe.gv.at eingestiegen werden kann.


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