27.02.2002 | 00:00

„EVN-AG ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“

Sacher: SP will Absicherung der Mehrheitsbeteiligung

„Die SP Niederösterreich will eine verfassungsrechtliche Absicherung der Mehrheitsbeteiligung des Landes Niederösterreich an der EVN-AG“, sagte SP-Klubobmann Landtagsabgeordneter Ewald Sacher gestern in einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St.Pölten zu der am Donnerstag angesetzten Landtagssitzung, bei der ein entsprechender Antrag zur Debatte steht. Es gebe nämlich einen kaum zu übersehenden Expansionsdrang europäischer Stromriesen in Richtung österreichischer Strommarkt. Noch seien die örtlichen Gegebenheiten so gelagert, dass alle großen heimischen Stromversorger im öffentlichen Mehrheitseigentum stünden. „Wer das Mehrheitseigentum besitzt, verfügt auch über die Entscheidungsgewalt“, meinte Sacher. Es bestehe jedoch die berechtigte Sorge, dass sich Bund und Länder anteilsmäßig auf unter 50 Prozent zurückziehen könnten. Bereits vertretene ausländische Aktionäre könnten so noch mehr Anteile erwerben und sich somit ein großes Maß an Mitbestimmung sichern. Die EVN-AG nehme als Anbieter in den Bereichen Strom, Gas, Wärme, Wasser, Abfallbehandlung und Kabelnetz eine zentrale Aufgabe in Niederösterreich ein. Mit über 2.000 Beschäftigten und jährlichen Investitionen von 100 Millionen Euro stelle die Gesellschaft einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Sacher: „Es soll gesetzlich gewährleistet bleiben, dass das Land Niederösterreich 51 Prozent des Grundkapitals der EVN-AG behält.“ Genau diesen Prozentanteil hält das Land Niederösterreich zur Zeit, meinte Sacher auf Anfrage.

Die EVN-AG sei aber auch zum größten öffentlichen Trinkwasserversorger geworden und dabei, weitere Branchen wie die Müllentsorgung zu erschließen. „Auch in diesen Bereichen sollen durch das Mehrheitseigentum des Landes die Interessen der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher gesichert und nicht vom Ausland bestimmt werden“, meinte Sacher abschließend.


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