26.02.2002 | 00:00

Anonyme Geburt in 21 NÖ Spitälern

LHStv. Prokop startet Informationskampagne

„In Niederösterreich braucht keine Frau und kein Mädchen aufgrund ihrer Schwangerschaft wegen ihrer persönlichen schwierigen Situation verzweifeln, sich alleine gelassen fühlen und vor der Ausweglosigkeit fürchten. In 21 NÖ Krankenanstalten ist es möglich, anonym zu entbinden, und zwar unbürokratisch und kostenlos.“ Das betont Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop im Zusammenhang mit einer Informationskampagne: Plakate und Folder werden in den nächsten Wochen in Ordinationen, Schulen, Ämtern, Jugendtreffs, Beratungsstellen usw. aufgelegt. Seit Mai 2001 gab es in den niederösterreichischen Spitälern fünf anonyme Geburten.

Prokop verweist darauf, dass alle Jugendabteilungen der Bezirkshauptmannschaften bzw. die Jugendämter der Magistrate Beratung und Hilfe bieten und dass außerdem speziell für Frauen, die sich zur anonymen Geburt entschlossen haben, eine zentrale Adoptionsstelle beim Amt der NÖ Landesregierung (Abteilung Jugendwohlfahrt, 3109 St.Pölten, Landhausplatz 1) sowie eine Hotline (02742/9005-16431 oder 16416) eingerichtet wurden. Der Folder informiert nicht nur über die anonyme Geburt – bei der Anmeldung im Krankenhaus braucht die schwangere Frau weder ihren Namen angeben noch sonstige Angaben zu ihrer Person machen und auch keinen Ausweis zeigen – sondern auch über die Adoption sowie über Alternativen, etwa über das Angebot der Jugendabteilungen, eine mobile Kinderkrankenschwester zur Verfügung zu stellen.


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