19.02.2002 | 00:00

SPNÖ-Regierungsklausur in Wiener Neustadt:

Onodi schlägt wegen Arbeitsmarktsituation Alarm

Ende Jänner 2002 seien beim Arbeitsmarktservice Niederösterreich 52.826 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen, um 13,2 Prozent mehr als im Vorjahr, betonte gestern Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi in einer Pressekonferenz während der Regierungsklausur der SP Niederösterreich in Wiener Neustadt. Damit hätte die Winterarbeitslosigkeit in absoluten Zahlen die bislang höchsten Werte der Jahre 1996 und 1997 überstiegen. Im Jänner 2002 hätten in Niederösterreich 668 junge Menschen einen Lehrplatz gesucht, um 17,4 Prozent mehr als im Vormonat. Das Nulldefizit, so Onodi, müsse nicht immer erreicht werden, es gehe vorrangig um die Beschäftigten Niederösterreichs: „Wir müssen uns dringend um die Arbeitsmarktprobleme annehmen, besonders, was die Jugend betrifft.“

Die SP Niederösterreich schlage auch ein komplexes Programm zum Ausbau des Gesundheitswesens vor, meinte Onodi weiter. Allerdings brauche man auch entsprechend Zeit. Wenn Experten beklagen, dass etwa für die Rehabilitation zu wenig Personal vorhanden sei, so müsse man daran erinnern, dass im vorigen Jahr durch den NÖ Gesundheits- und Sozialfonds eine Aufstockung der Psychotherapeuten gelungen sei. Bis so etwas greife, dauere es aber zwei bis drei Jahre, sagte Onodi. In fünf Spitälern – Hollabrunn, Waidhofen an der Ybbs, Melk, Zwettl und Waldviertelklinikum – würden derzeit Investitionen von 65 Millionen Euro vorgezogen und bereits heuer – statt wie ursprünglich geplant, im Jahr 2004 – begonnen. Im Rahmen einer Studie über die EDV-Strategie der Krankenanstalten in Niederösterreich solle bis Ende Juni 2002 eine völlig neue Organisation der Informationstechnologie erstellt werden. Am Ende dieses Projektes solle eine leistungsfähige EDV-Vernetzung aller niederösterreichischen Krankenhäuser stehen. Aber auch der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, gerade auch wegen der kommenden EU-Osterweiterung, müsse raschest realisiert werden.


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