19.02.2002 | 00:00

EU-Projekt zum Thema „Erneuerbare Energien“

GVA Tulln und Partner brachten Know-how ein

Die optimale Erfassung des Altspeisefettes und die Umesterung zu Biodiesel stehen u.a. im Mittelpunkt des EU-Projektes LSDN (Förderung von Kommunikation und Netzwerken), für das der Gemeindeverband für Abfallbeseitigung in der Region Tulln gemeinsam mit der Handelsschule/Handelsakademie Tulln, der Firma PPM-Energie aus nachwachsenden Rohstoffen GmbH und der Firma Baier verantwortlich zeichnet. So wird das von der Firma Baier eingesammelte Fett nun regional bei der Firma PPM-Energie in Asperhofen zu Biodiesel verarbeitet. Im Zuge der dreijährigen Projektlaufzeit und mit Hilfe eines Umbaus konnte die ursprüngliche Kapazität von einer Million Tonnen nahezu verdoppelt werden. Der Gemeindeverband für Abfallbeseitigung bildete dabei die Schnittstelle zwischen Bürgern, Gemeinden und Entsorgungswirtschaft und hatte auch für die Öffentlichkeitsarbeit und die Optimierung der Logistik zu sorgen. Die Schüler der Handelsschule/Handelsakademie führten u.a. die energetischen Feinanalysen und Exkursionen zu den EU-Partnerstädten durch und nahmen auch thermografische Vermessungen des Schulgebäudes vor. Zahlreiche Erkenntnisse aus den Vermessungen wurden durch Wärmedämm- und Sanierungsmaßnahmen in der Schule bereits umgesetzt.

Das EU-Projekt LDSN wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen. Vier Kommunen und ein Gemeindeverband aus vier Ländern (Deutschland, Luxemburg, Spanien, Österreich) haben dabei ein „Netzwerk für eine lokal nachhaltige Entwicklung“ geknüpft und rund um das Thema „Erneuerbare Energie“ im Rahmen der Agenda 21, die 1992 von mehr als 170 Staaten beschlossen wurde und den Begriff „Nachhaltigkeit“ als Wegweiser für die Zukunft fixierte, verschiedenste Projekte realisiert. Die Europäische Kommission hat LSDN mit 2,2 Millionen Euro unterstützt. Allein rund eine Million Euro flossen in innovative Technikprojekte zur Erzeugung von Strom und Wärme aus Biomasse. Außerdem sind mehrere Folgeprojekte geplant, in die auch neue Partner aufgenommen werden sollen.

Nähere Informationen dazu gibt es beim Gemeindeverband für Abfallwirtschaft im Bezirk Tulln, Telefon 02272/613-44 bzw. e-mail abfallverband@Tulln.at.


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