13.02.2002 | 00:00

Top-Stipendienaktion soll erweitert werden

Cerwenka übte Kritik an Förderungsvergabe

Landtagsabgeordneter Helmut Cerwenka, Bildungssprecher der SP Niederösterreich, kritisierte gestern in einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St.Pölten die Förderungskriterien der sogenannten Top-Stipendien der NÖ Landesakademie. Im Studienjahr 2001/2002 wurden diese vor allem an Studenten technischer Richtungen vergeben. 2001 nahmen diese Förderung allerdings nur 400 Studenten in Anspruch. Dies führte dazu, dass von den für den Bildungsbereich – aus Erlösen der Hypo-Bank – zur Verfügung gestellten rund 3 Millionen Euro nur ca. 291.000 Euro für die Top-Stipendien ausbezahlt wurden. Rund 363.000 Euro flossen in die Erwachsenenbildung. Allein 2001 sind 2,76 Millionen Euro übrig geblieben. Bei gleichen Kriterien würden dem Land 2002 581.382 Euro erhalten bleiben.

Deshalb müsste man, so Cerwenka, den Kreis der Bezugsberechtigten ausdehnen. Es könne nicht sein, dass das für die Ausbildung bestimmte Geld ins Landesbudget zurückfließe, weil die Kriterien so eng gestaltet wurden. Cerwenka wies darauf hin, dass auch Studenten der Fachhochschulen in den Kreis der Förderungswerber aufgenommen werden müssten. Auch eine deutliche Ausweitung der förderwürdigen Studienrichtungen sei nötig. Zudem möchte Cerwenka nicht, dass die Stipendien nach dem „Gießkannenprinzip“ verteilt werden. Man müsse das Familieneinkommen vielmehr in Form eines gewichteten Pro-Kopf-Einkommens berücksichtigen. Innerhalb der Landesakademie seien jedenfalls bereits Vorgespräche mit der VP geführt worden, um eine Umsetzung der Forderungen zu erreichen.


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