15.02.2002 | 00:00

„Biolandwirtschaft wichtig für Bewusstseinsbildung“

LR Plank zum Thema Lebensmittelqualität

Der Weg, den die Biolandwirtschaft in Österreich und im speziellen in Niederösterreich genommen habe, sei eine Erfolgsgeschichte, sagte heute Agrar-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank am Mostviertler Bildungshof Gießhübl bei Amstetten anlässlich der Eröffnung eines „Wintertage“-Seminars der „umweltberatung“ Niederösterreich unter dem Titel „Lebens(mittel)qualität“. Die Biolandwirtschaft habe enorm viel beigetragen zur Bewusstseinsbildung bei Lebensmitteln, Lebensqualität und Ressourcen. Auch innerhalb der Landwirtschaft habe sie entscheidend zum Bewusstsein beigetragen, dass Umwelt alle angehe.

Die Bio-Landwirtschaft sei mittlerweile von der Produktion bis zum Marketing ein „Profigeschäft“ geworden. Wo der Weg zum Kunden gefunden worden sei, gebe es auch Erfolge, reine „Förderungs-Biobauern“ seien längst verschwunden. Niederösterreichs Philosophie sei es, dass die Ökologie nicht von der Ökonomie abgekoppelt betrachtet werden könne. Gerade beim Faktor Glaubwürdigkeit der heimischen Produkte habe die Bio-Landwirtschaft die Latte sehr hoch gelegt. Das Potenzial der Märkte sei zwar noch nicht ausgereizt, eine flächendeckende ökologische Landwirtschaft könne aber ebenso wenig verordnet werden wie entsprechendes Kaufverhalten, so Plank.

In Niederösterreich ist allein im vergangenen Jahr die Zahl der Biobauern um weitere 300 auf insgesamt 3.500 angewachsen, die rund 100.000 Hektar biologisch bewirtschaften. Vor allem viele Ackerbauern haben sich entschlossen, ihre Betriebe umzustellen.

Im weiteren Verlauf referierten Dr. Alberta Velimirov vom Ludwig Boltzmann-Institut und Prof. Herbert Klima vom Österreichischen Atominstitut über neue Forschungsansätze zur Qualität biologisch erzeugter Lebensmittel. So haben Futterwahlversuche ergeben, dass zum Beispiel Ratten besonders empfindlich reagieren und Futter aus biologischer Produktion eindeutig bevorzugen. Auch Untersuchungen über Jungtiersterblichkeit und Entwicklung der Tiere zeigen, dass die biologische Nahrung für Jung- und Muttertiere gesünder ist.


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