12.02.2002 | 00:00

Bildungsmilliarde sorgt für Investitionsschub in Krems

Pröll: „Starkes Herz für hochqualifizierte Arbeitsplätze“

„In Krems vollzieht sich derzeit der größte Bildungsinvestitionsschub, den es je in Niederösterreich gegeben hat und der auch für ganz Österreich beispielgebend ist. Der Ausbau von Donau-Universität und Fachhochschulen an einem Standort, der durch seine hervorragende Infrastruktur und durch seine guten Bildungsvoraussetzungen zahlreiche internationale Unternehmen anlockt, enthält auch eine starke internationale Komponente, entsprechend der Stellung Niederösterreichs im neuen Europa. Durch das Zusammenspiel von Bildung, Forschung und Unternehmen entsteht hier ein ‚starkes Herz‘ zur Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen. Bestes Beispiel: die Entwicklung der Biomedizin mit vollkommen neuen Zukunftsperspektiven.“ Dies stellte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern in Krems bei einer Pressekonferenz zur Bildungsoffensive fest. Der Campus Krems wird mit einem Betrag von 53,78 Millionen Euro ausgebaut, 4.500 Studenten werden hier Platz finden. Im Einzelnen geht es um die Neuerrichtung der Bibliothek, des Auditorium Maximum und der Mensa, um die Errichtung der Abteilung für Umwelt und medizinische Wissenschaften und um den Bau eines Institutes für Sportmedizin. Die Fachhochschulstudiengänge sollen erweitert, die Anzahl der Studienplätze von derzeit 500 auf 1.000 erhöht werden, im Endausbau sogar auf 1.500. Auch die Einrichtung eines Studienzentrums für Film ist vorgesehen. Die Errichtung von Studentenwohnungen wird weitere 20,35 Millionen Euro erfordern.

Im Kulturbereich verwies Pröll auf zahlreiche Investitionen in der letzten Zeit, zum Beispiel der Ausbau der Kunsthalle und die Errichtung des Karikaturmuseums. Die Konzentration auf Krems sei deshalb erfolgt, weil hier das Ambiente stimme und eine hervorragende Zusammenarbeit möglich sei. Als Konsequenz aus diesen Bemühungen werde bereits sichtbar: Die Gründung des Regionalen Innovationszentrums sei positiv verlaufen, mit weiteren Betrieben würden Gespräche geführt, ein positiver Abschluss sei bald zu erwarten, kündigte Pröll an.

Bürgermeister Franz Hölzl hob hervor, dass die Stadt Krems seit jeher ein Bildungszentrum gewesen sei. Hier wurde die erste Lateinschule außerhalb Wiens errichtet, hier gab es die erste Münzpräge. Der geänderte Bebauungsplan in Richtung Bildung werde von der Bevölkerung nunmehr akzeptiert, und Krems leiste selbst einen großen Beitrag zum Ausbau der Bildungseinrichtungen. Die große Zahl der zu erwartenden Studenten bedeute die beste Wirtschaftsförderung für die Stadt. Krems sei sich seiner Verantwortung für die gesamte Region und darüber hinaus bewusst.


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