11.02.2002 | 00:00

Um Umweltstandards dies- und jenseits der Grenze anzugleichen:

EFRE-Mittel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Zur Förderung des Projekts „Umwelt-EU-Regio (Weinviertel – Tschechien)“ im Rahmen des Programms INTERREG IIIA Österreich – Tschechien beschloss die NÖ Landesregierung kürzlich die Genehmigung von 163.500 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Förderungsempfänger ist der Gemeindeverband für Aufgaben des Umweltschutzes im Bezirk Gänserndorf, der seinen Sitz in Hohenruppersdorf hat, Partner ist der Verband der Städte und Gemeinden Südmährens (Sdruženi mest a obci jížní Moravy) in Breclav.

Die bevorstehende EU-Osterweiterung schließt das östliche Weinviertel und die Nachbarn in Tschechien und in der Slowakei wieder zusammen. Das gilt auch für den Umweltschutz, für den es freilich sehr unterschiedliche Standards gibt. In Tschechien bzw. in der Slowakei gibt es in den Haushalten nur eine rudimentäre Abfalltrennung. Die Deponien werden noch immer unzureichend gesichert betrieben, dazu wird Müll einfach irgendwo in der Landschaft abgekippt. Den Umweltstandard langfristig anzugleichen, also den tschechischen und den slowakischen an den österreichischen anzuheben, ist das langfristige Ziel. Auch soll die Bevölkerung in diesen Ländern über österreichische Umweltstandards aufgeklärt werden. Den Kommunen soll das Umwelt-Management-Know-how des Gemeindeverbandes zugänglich gemacht und durch einen gemeinsamen Projektausschuss ein nachhaltiger Erfahrungsaustausch aufgebaut werden.

Zunächst sollen in Österreich Lösungen für kommunale Probleme erarbeitet werden, die man anschließend auch den Nachbarn zur Verfügung stellen will. Mit drei Versuchssammlungen mit gefährlichen Abfällen aus Haushalten sollen konkrete, anschauliche Vorbilder geschaffen werden.

Vom Gemeindeverband wird gemeinsam mit einem externen Berater ein Konzept erstellt und dann umgesetzt. Mit Informationsveranstaltungen sollen die Menschen aufgeklärt und so den tschechischen und slowakischen Gemeinden vorgezeigt werden, wie Schritt für Schritt eine getrennte Sammlung von Alt- und von Problemstoffen auch auf einem niedrigeren wirtschaftlichen Niveau eingeführt werden kann. Die Durchführung des Projekts endet mit Dezember 2003.


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