07.02.2002 | 00:00

67 NÖ Waldwirtschaftsgemeinschaften stärken ländlichen Raum

Plank: Gute Einkommenschancen für bäuerliche Kleinwaldbesitzer

In Niederösterreich gibt es derzeit 67 Waldwirtschaftsgemeinschaften – im Waldviertel 20, im Mostviertel 21, im Industrieviertel 21 und im Weinviertel 5 – mit insgesamt 3.800 bäuerlichen Betrieben, die eine Waldfläche von 161.000 Hektar bewirtschaften. Die Tendenz ist weiterhin steigend, weitere fünf Gemeinschaften sind in Gründung begriffen. „Das ist ein enormer arbeitsplatzwirksamer Impuls für den ländlichen Raum und eine bedeutende Einkommenschance für bäuerliche Kleinwaldbesitzer“, erklärte dazu Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank.

Um die Marktposition der bäuerlichen Kleinwaldbesitzer zu verbessern, wurden in Niederösterreich mit aktiver Unterstützung von Land und Kammer diese Gemeinschaften gegründet. Diese Zusammenschlüsse sind eine Antwort auf die Strukturveränderungen und tragen dem steigenden Rohholzbedarf aus dem Inland Rechnung. Eine möglichst gute Versorgung der Industrie mit heimischen Rohstoffen ist das erklärte Ziel der Waldwirtschaftsgemeinschaften. Dazu zählen in weiterer Folge auch der Ausbau der Bioenergie und die kundenorientierte Belieferung mit Brennholz und Waldhackgut.

Im vergangenen Jahr wurden von den NÖ Waldwirtschaftsgemeinschaften 150.000 Festmeter überwiegend Sägerundholz gemeinsam vermarktet. Damit können die nicht unerheblichen Importmengen an Rohholz durch ein höheres Inlandsangebot verringert werden. Die Nutzungsreserven in den heimischen Wäldern lassen noch deutliche Mehrmengen zu.

Seit über einem Jahr sind die Waldwirtschaftsgemeinschaften im NÖ Waldverband als gemeinsame Dachorganisation zusammengeschlossen. „Eine wesentliche Zielsetzung des Waldverbandes ist die Komplettierung der EDV-Ausstattung sowie die e-mail-Vernetzung aller Mitglieder, um den Informationsfluss zeitgemäß und rasch abwickeln zu können. Ein wichtiger Schritt war auch die Entwicklung einer Homepage www.waldverband-noe.at, um ein geschlossenes Bild nach außen zu signalisieren“, so Plank.


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