04.02.2002 | 00:00

Mistelbacher Andrologie-Kompetenzzentrum ein voller Erfolg

Sobotka: „Ziel ist die Steigerung der Gesundheitserwartung“

„Die Menschen werden dank der Entwicklung der modernen Medizin immer älter. Worauf wir jetzt hinarbeiten müssen, ist, auch jenen Zeitraum im Leben der Menschen zu verlängern, in dem sie sich guter Gesundheit erfreuen. Dazu können die neuen medizinischen Kompetenzzentren des Landes an den Krankenhäusern einen großen Beitrag leisten. Die Erfolge des seit einem Jahr bestehenden Kompetenzzentrums für Andrologie am Weinviertel-Klinikum in Mistelbach ermutigen, auf diesem Weg weiter zu gehen“, sagte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka bei der Präsentation des ersten Jahresberichtes des Mistelbacher andrologischen Kompetenzzentrums.

Der Leiter des Zentrums, Univ.Prof. Dr. Gerhard Lunglmayr, zu den Behandlungszahlen: „Im ersten Jahr wurden insgesamt 115 Patienten mit andrologischen Problemen stationär und an die 500 ambulant betreut.“ Wichtigster Begleiteffekt des neuen Zentrums sei aber, so Lunglmayr, das Umdenken bei den Männern: Prostataerkrankungen, in bösartiger Form der „Killer Nr. 1“, verlieren bei rechtzeitiger Behandlung ihren Schrecken. Nach Bekanntwerden der neuen Mistelbacher Einrichtung überwanden viele Männer ihre Scheu, zum Facharzt zu gehen, und kamen mit ihren Problemen. So richtig sei der „Tabubruch“ mit der Markteinführung des Potenzmittels „Viagra“ gelungen. Trotzdem ist Lunglmayr diesem Medikament gegenüber reserviert: „Schwierigkeiten der Männer auf diesem Gebiet ergeben sich meist aus der falschen Ernährung und aus der ungesunden Lebensweise. Ehe man zu Potenzmitteln greift, sollte man es mit richtiger Ernährung und weniger Rauchen probieren.“

Zur Behandlungstätigkeit des Zentrums kommt die wissenschaftliche Arbeit: Ein Forschungsprojekt befasst sich mit den andrologischen Problemen in den verschiedenen Lebensabschnitten, mit den Zusammenhängen zwischen Alter, Lebensstil, exogenen und endogenen Risikofaktoren, mit sexuellen Funktionsstörungen, ein weiteres mit dem Einfluss von Umweltfaktoren auf die Prostata, und es werden präventive Strategien entwickelt, um die Impotenz sowie Beschwerden des Harntraktes hintan zu halten.

Für heuer ist die Erweiterung des Tätigkeitsumfanges auf das Medizinische Zentrum Gänserndorf vorgesehen. Hier soll es eine interdisziplinäre Sprechstunde für Kinderwunschpaare geben. Weitere Ziele sind die molekulare Diagnostik sowie präventive Konzepte zur Erhaltung der geschlechtsspezifischen Gesundheit bei älteren Männern.


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