04.02.2002 | 00:00

Bürgerbüros an allen Bezirkshauptmannschaften

LH Pröll: Verwaltungsreform bringt besseres Service

„Ich war ganz überrascht, wie schnell jetzt alles geht, während beim letzten Mal der Amtsweg recht lange war“, betonte am Sonntag in der Radiosendung „Forum Niederösterreich“ ein Kunde des Bürgerbüros an der Bezirkshauptmannschaft Mödling, während ein anderer den Beamtinnen und Beamten bescheinigte, dass sie „nett, jung, fesch und freundlich“ sind. Innerhalb von nur drei Wochen ist es gelungen, an allen niederösterreichischen Bezirkshauptmannschaften – mit Ausnahme von Gänserndorf, wo derzeit das Amtsgebäude umgebaut wird – solche Bürgerbüros einzurichten. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll: „Das zeigt, dass es uns in Niederösterreich ernst war mit der Ankündigung: Die Verwaltungsreform soll vor allem dem Bürgerservice dienen.“

Die Bürgerbüros sind zentrale Anlaufstellen für Auskünfte und erledigen eine Reihe von Angelegenheiten, etwa die Ausstellung von Reisepässen und Führerscheinen, sofort an Ort und Stelle. Pröll: „Der Bürger wird nicht mehr von Tür zu Tür geschickt, er erspart sich Ärger, Zeit und Geld, ganz nach unserem bewährten Motto ‚Näher zum Bürger, schneller zur Sache‘.“ Als nächsten Schritt kündigte der Landeshauptmann die Einrichtung eines Callcenters, also eines modernen Telefondienstes, für die gesamte Landesverwaltung an. Es wird über die normale Dienstzeit hinaus für telefonische Auskünfte zur Verfügung stehen, nämlich an Wochentagen von 7 bis 19 Uhr und an Samstagen von 7 bis 14 Uhr. All diese Maßnahmen sieht der Landeshauptmann auch im Licht des derzeit dringendsten Problems: „Eine schlanke, effiziente, rasche und unbürokratische Landesverwaltung ist auch ein bedeutender Standortvorteil. Sie macht unser Land attraktiver für Investoren und damit für neue Arbeitsplätze.“

Das erste Bürgerbüro wurde am 11. Jänner an der Bezirkshauptmannschaft Mödling eröffnet. Bezirkshauptmann Dr. Hannes Nistl konnte in der Sendung schon über erste Erfahrungen berichten. Das Büro sei vom ersten Tag an stark frequentiert worden, die Bürger wollten sich überzeugen, ob die versprochenen kurzen Wartezeiten tatsächlich eingehalten werden. Nistl: „Wir haben diese Feuertaufe dank des vorbildlichen Einsatzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestanden. Die Bürger freuen sich besonders, dass die Gebühren gleich beim Sachbearbeiter bezahlt werden können und ihnen der Weg zur Amtskasse erspart wird. Und ich freue mich, wenn ich immer wieder zum freundlichen Umgangston im Bürgerbüro beglückwünscht werde.“ Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bürgerbüros dankte auch der Landeshauptmann: „Sie haben bewiesen, dass für sie der Grundsatz ‚Die Verwaltung ist für die Bürger da, nicht die Bürger für die Verwaltung‘ kein Schlagwort ist.“


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