01.02.2002 | 00:00

In 14 Monaten von 51 auf 21 Bezirksbauernkammern

Schwarzböck präsentiert Landwirtschaftskammer-Reform

Unter dem Motto „Landwirtschaftskammer neu“ präsentierte gestern Präsident Ökonomierat Rudolf Schwarzböck in St.Pölten die mit Jänner abgeschlossene Kammerstrukturreform der NÖ Landwirtschaftskammer. Bedingt durch die Verknappung der Bundesmittel um 20 Prozent und basierend auf der Verordnung der NÖ Landesregierung vom Juni 2001 sei eine raschere Umsetzung der seit zehn Jahren diskutierten Reform notwendig gewesen, so Schwarzböck. Innerhalb von vierzehn Monaten habe man von 51 auf 21 Bezirksbauernkammern reduziert, ein Drittel der Häuser ist bereits verkauft. Durch Zusammenlegungen bedingte Aus- bzw. Neubauten gibt es in Korneuburg, Tullnerfeld, Krems, Waidhofen an der Thaya und Waidhofen an der Ybbs.

Ziel der Strukturreform sei eine effiziente, leistungsstarke und zukunftsorientierte Interessenvertretung, um von einer aufwendigen Administration stärker zu direkter Spezial- und Offensivberatung gelangen zu können. Weniger Verwaltung bedeute mehr Beratung, die in Zeiten zu dokumentierender Produktionsprozesse und einer hohen Sensibilisierung der Bevölkerung für das „Schnitzel mit Stammbaum“ wichtiger denn je sei. Nicht zuletzt sei die Neustrukturierung auch eine Antwort auf geänderte agrarstrukturelle Rahmenbedingungen und die Herausforderung EU-Erweiterung.

Kammerdirektor Univ.Prof. Dr. Gottfried Holzer bezeichnete die Strukturreform, die kein Personalabbaukonzept sei, als „Aufstockung der Beratung statt Schrumpfen oder Kaputtsparen“. Derzeit verfügt die NÖ Landes-Landwirtschaftskammer über einen Personalstand von 530 Mitarbeitern, die Mehrzahl davon in den Bezirksbauernkammern. Die Genossenschafts-Revision mit 65 Mitarbeitern wird demnächst in einen Revisionsverband übergeführt. Allein die Reduktion von 32 auf 20 Netzwerke bringt eine Einsparung von ca. 436.000 Euro.


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