30.01.2002 | 00:00

Wintereinsätze kosteten bisher rund 29 Millionen Euro

Straßenmeistereien trotz Kälte und Wind stets Herr der Lage

Eine erste Zwischenbilanz des NÖ Straßendienstes über den Verlauf der bisherigen „Saison“ zeigt, dass die Kosten für Räum- und Streueinsätze im Vergleich zum Vorjahr kräftig gestiegen sind. Allein im November und Dezember des Vorjahres schlugen sich die Kosten für Räum- und Streueinsätze mit rund 29 Millionen Euro zu Buche – mehr als der gesamte vorjährige Winter (rund 26,2 Millionen Euro) gekostet hat. Auch der Streumittelverbrauch war dreimal so hoch wie im Vergleichszeitraum des letzten Jahres. Fast 40 Tonnen Salz und 130 Tonnen Splitt wurden bisher aufgebracht. Rund 3.500 Kilometer des NÖ Straßennetzes, auf dem etwa 80 Prozent des Verkehrs ablaufen, werden mit Salz gestreut. Splitt wird auf 10.500 Kilometern gestreut, vorwiegend auf Landesstraßen.

Die ersten Schneefälle und damit auch die ersten Winterdiensteinsätze gab es im diesem Winter am 9. November im Waldviertel und im Alpenvorland. So richtig Winter wurde es in Niederösterreich ab Ende November. Die schwierigsten Verhältnisse für den NÖ Straßendienst gab es um den 12. Dezember, vor allem im Bereich der A 21, als Kettenpflicht verordnet und die Autobahn wieder kurzfristig gesperrt werden musste. Nahezu ein halber Meter Neuschnee war innerhalb weniger Stunden gefallen. Dazu hatte sich ein schlecht ausgerüsteter Lkw quergestellt. Ab dem Dreikönigstag gab es jedoch kaum mehr winterliche Straßenverhältnisse in Niederösterreich, außer in höher gelegenen Regionen und auf Bergstraßen.

Die Straßenmeistereien hatten die Lage stets im Griff, obwohl es Ende Dezember vielerorts durch starken Wind zu Verwehungen gekommen war. Auch die tiefen Temperaturen – teilweise unter minus 20 Grad – haben die Arbeit der Straßenmeistereien erschwert. An Spitzentagen Mitte und Ende Dezember waren bis zu 1.500 Mann und 700 Fahrzeuge oft rund um die Uhr im Einsatz. Rund die Hälfte der Fahrzeuge wurde von privaten Frächtern angemietet.

Trotz der derzeit frühlingshaften Temperaturen ersucht der Straßendienst die Autofahrer, ihre Fahrzeuge weiterhin wintertauglich zu halten. Auf den Straßen kann der Winter in dieser Jahreszeit binnen Tagen wieder zurückkehren.


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