28.01.2002 | 00:00

Neues Magnetresonanztomografie-Gerät in Gugging

Anlage an der Landesnervenklinik geht demnächst in Betrieb

Mit der Eröffnung einer neuen Magnetresonanztomografie-Anlage an der Landesnervenklinik Gugging am kommenden Mittwoch, 30. Jänner, ist es nun möglich, neurologische und psychiatrische Patienten – rund 1.600 stationäre und über 4.000 ambulante pro Jahr – auch im eigenen Haus zu untersuchen. Bisher mussten Untersuchungen außerhalb des Hauses durchgeführt werden, was für die Patienten oft lange Transportwege und Wartezeiten bedeutete. Gleichzeitig wird damit auch die Qualität der gesamten Diagnostik der Neurologie erhöht, weil mit dieser Anlage mittels Magnetresonanztomografie und ohne Belastung durch Röntgenstrahlen bis in die „letzten Tiefen des Gehirns“ genaue Abbildungen erzeugt werden können. Damit können punktgenau jede Stelle des Gehirns und des Rückmarks, aber auch andere Körperregionen dargestellt und die geringsten Entzündungen und Durchblutungsstörungen sowie andere pathologische Prozesse bereits sehr früh diagnostiziert werden.

An der Neurologie der Landesnervenklinik Gugging wurde als erste in Niederösterreich im Februar 1997 eine Stroke Unit errichtet, die derzeit mit 650 Schlaganfall-Notaufnahmen pro Jahr mehr Akut-Patienten als jede andere Klinik in Österreich versorgt. Es werden an der Landesnervenklinik nicht nur routinemäßige Magnetresonanz-Untersuchungen des Gehirns durchgeführt. Durch eigene Bildsequenzen können auch die Folgen eines Schlaganfalls im Gehirn bereits nach den ersten Minuten festgestellt werden. Dies hat große Bedeutung für die Notfallbehandlung, da dadurch bereits sehr früh entschieden werden kann, ob eine künstliche Thrombusauflösung durchgeführt werden soll. Diese künstliche Auflösung des Thrombus im Gehirn kann von der Stroke Unit des Hauses heute problemlos gemacht werden. Damit wird wieder eine normale Hirndurchblutung hergestellt. Somit können oftmals verheerende Folgen eines Schlaganfalls mit bleibenden Schäden verhindert werden. Im ersten Jahr der Inbetriebnahme wird mit einer Untersuchungsfrequenz von rund 1.000 Patienten gerechnet. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen.

Da im Jahr 2004 die Übersiedlung der neurologischen Abteilung an das Donauklinikum Tulln erfolgen wird, wurden nur geringe bauliche Investitionen in Gugging vorgenommen. Dies war möglich durch die Anmietung eines Magnetresonanztomografie-Gerätes in einem Container, die für die Dauer des Betriebes der Neurologie am Standort Gugging beschränkt ist. Das Abrechnungssystem basiert auf den durchgeführten Untersuchungen. Ein weiterer Vorteil der Containerlösung ist die kurze Realisierungsphase von nur wenigen Monaten.


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