28.01.2002 | 00:00

„Langer Atem für wirksame Ergebnisse“

Sobotka präsentiert Umweltschwerpunkte 2002

Aufbauend auf den Schwerpunkten des Jahres 2001 präsentierte heute in St.Pölten Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Umweltschwerpunkte 2002. Kontinuität und damit ein „langer Atem für wirksame Ergebnisse“ stehen dabei für Sobotka unter dem Motto, nicht das Umweltbewusstsein von 20 Prozent der ohnehin engagierten Niederösterreicher auf 80 Prozent zu heben, sondern das Umweltbewusstsein der restlichen 80 Prozent um 20 Prozent zu steigern.

Im Rückblick konnte der Umwelt-Landesrat darauf verweisen, dass die 1999 mit 43 Gemeinden gestartete Klimabündnis-Aktion, die mittlerweile 49 Prozent der Niederösterreicher kennen, Ende 2001 bereits bei 187 Gemeinden hielt. Damit konnte im Vorjahr der CO2-Ausstoß stabilisiert werden, die Aufgabe der Zukunft lautet nun Reduktion.

Beim Ökomanagement galt der Schwerpunkt 2001 im Non-Profit-Bereich den Schulen, die erste der neun NÖ Schulen im Klimabündnis ist bereits ISO 14001 zertifiziert. In der Umweltpädagogik konnte erstmals mit der „umweltberatung“ in der Lehrerfortbildung Fuß gefasst werden, der nächste Schritt soll den Kindergärten gelten.

2002 wird es im Klimabündnis eine Sonderförderung für Gemeinden geben, der Klimabündnis-Schwerpunkt Bruck an der Leitha-Hainburg-Schwechat geht in sein zweites Jahr. Eine Schulausstellung widmet sich dem Schwerpunkt Mobilität. Bei der Luftreinhaltung wird die grenzüberschreitende Kooperation mit der Slowakei und Ungarn auf Wien und das Burgenland ausgeweitet. Nach der EU-bedingten Veränderung des Wertes für die Ozonvorwarnstufe, die ein Erreichen derselben öfter erwarten lässt, ist ebenfalls eine Partnerschaft mit Wien eingegangen worden. In Summe soll für die Erreichung des Klimabündniszieles das Ökomanagement als Werkzeug dienen. Ein Ausbildungssystem für Ökomanagement im Non-Profit-Bereich befindet sich gemeinsam mit der LAK in Ausarbeitung. Im Bereich der Volksschulen wird in Kooperation mit dem Landesschulrat ähnlich dem Medienkoffer ein Umwelt-Ordner zu sechs Bereichen produziert.

„Natur im Garten“ steht heuer unter dem Motto „Zeigen Sie Geschmack“ und widmet sich dem Obst aus dem eigenen Garten. Im weiteren wird ein Schaugarten im Landhausviertel angelegt, ein zweitägiges Fest auf der Schallaburg abgehalten, im Oktober erscheint ein eigener Film, bereits zuvor zwei neue Bücher. Ein Wettbewerb sucht die schönsten Gärten Niederösterreichs. Schließlich soll „das verlängerte Wohnzimmer der Niederösterreicher endgültig ein ökologisches Wohnzimmer werden“, so Sobotka.

Im Anti-Atombereich soll die im April/Mai fertig gestellte Solaranlage in Breclav den bilateralen Informations- und Gedankenaustausch zwischen Niederösterreich und Tschechien vertiefen. Wie schon in der Frage der Wasserdurchleitung erfolgreich vorexerziert, werden auf Beamtenebene weiterhin gemeinsame Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke innerhalb der EU eingefordert.

Bei den alternativen Energieformen fordert Sobotka, dass das Energiekorn auch in Niederösterreich zum Thema werden muss. Schließlich stünden 60.000 Hektar zur Verfügung und könnte bereits mit zwei Hektar ein Haus ein Jahr lang mit Wärme versorgt werden.

Zur von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ins Leben gerufenen Initiative „Gesundes Leben in Niederösterreich“ will Sobotka mit „Erd- & Herdgeschichten“ für Volksschulen, einem Rezept-Wettbewerb und der Ausweitung von „Bio in der Großküche“ auf Landeseinrichtungen beitragen.

Ein an der Universität für Bodenkultur in Wien eingerichteter wissenschaftlicher Round Table soll halbjährlich zusammentreten, um langfristige Perspektiven und deren Umsetzung zu diskutieren. Als unterstützende Datenbasis für die Politik soll eine wissenschaftliche Fachpublikations-Reihe zu den Themen Bodenbeschaffenheit und Wasserkreisläufe erscheinen. Auch die Begriffe Nachhaltigkeit und Umwelt-Indikatoren sollen hier geklärt werden, um umweltpolitische Auswirkungen diverser Vorhaben besser abschätzen und ökologische Bilanzen im Zeichen der Biodiversität erstellen zu können, etwa in der Frage Großtrappe oder Windräder und Windschutzgürtel.


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