24.01.2002 | 00:00

Das NÖ Donaufestival rückt in den Frühling

Innovativ und kontrastreich an der Donau positioniert

Der neue Termin für das NÖ Donaufestival ist 19. April bis 12. Mai. Die Verlegung in den Frühling soll die neue Zielrichtung des Festivals signalisieren: Es steht für Aufbruch, Anfang, Erregung und Entdeckung. Diese Linie zieht sich durch alle Produktionen des heurigen Jahres. Kultur und Arbeitswelt werden nicht als Kontrast empfunden: Fast alle Produktionen finden jetzt in einer Werkhalle, in einer Schlosserei oder in einer Werft statt, dazu kommen die Minoritenkirche Krems und der Bahnhof Tulln.

In der Werkhalle der VOEST Alpine Krems gibt es ab 19. April in einer österreichischen Erstaufführung „Amorphic Robot Works“, eine Roboter-Performance aus den USA.

Am gleichen Ort wird am 10. und am 11. Mai die Racheoper „Ria nackt“ aufgeführt, ein Musik-Text-Film-Bühnenprojekt, das den griechischen Ariadne-Mythos neu belebt.

Am 20. April bringt das Wiener Jeunesse-Orchester in der Alten Werft Korneuburg „Das enthüllte Geheimnis“, eine Geschichte aus „1000 und eine Nacht“, komponiert vom Perser Nader Mashayekhi. In einem zweiten Teil am 21. April wirkt auch der Gitarrist Wolfgang Muthspiel mit.

Eine „Sprachoper“ hat der französische Schriftsteller Valère Novarina verfasst. Sie wird vom 2. bis 5. Mai in der Alten Werft Korneuburg aufgeführt.

Am 27. April ist die Minoritenkirche in Krems-Stein Schauplatz der drei Musikprojekte „Im heiligen Garten“, realisiert vom Wolfgang Muthspiel-Ensemble, die auf Gesängen der Zwettler Mönche aufbauen.

Eine weitere Österreichpremiere liefern Choying Drolma aus einem tibetischen Nonnenkloster sowie Steve Tibbetts und Marc Anderson aus den USA mit Kompositionen aus Nepal am 4. Mai, ebenfalls in der Minoritenkirche Krems-Stein.

In Österreich ebenfalls erstmals zu hören ist am 11. Mai in der Minoritenkirche Krems-Stein das Kudsi Erguner-Ensemble aus der Türkei. Es knüpft an die Tradition der tanzenden Derwische von Konya an.

Unberechenbare musikalische Grenzenlosigkeit vermittelt „Krash Area“, eine Mischung aus Jazz und Rock, in Österreich erstmals vermittelt von Elliott Sharp am 27. April in der Alten Werft Korneuburg.

Am 19. April spielen in der Schlosserei Krems Laptops und Synthesizer gemeinsam mit Cello und Geige zum Tanz auf. Titel: Triology plugged.

Ein Spiel um asiatische Mythen gibt es erstmals in Österreich mit „Sokak Tiyatrosu“ am 24. und am 25. April in der Schlosserei Krems.

Am gleichen Schauplatz läuft am 1. und am 2. Mai eine Koproduktion mit der Akademie Schloss Solitude ab. Ein internationales Theaterprojekt trägt den Titel „Annäherung an Idole“, ein mythologisches Musik-, Tanz- und Schauspiel.

Ein Koproduktion mit der freien Theatergruppe W.U.T. aus den USA gibt es unter dem Titel „Fremde Nähe – Near und Far“, eine Theaterreise in das Herz der Sehnsüchte und der Ängste in englischer und in deutscher Sprache. Schauplatz ist die Schlosserei Krems am 8. und am 9. Mai.

Das theater rampe Stuttgart präsentiert am 28. April in der Alten Werft Korneuburg drei Stücke an einem Abend, realisiert von Felicia Zeller.

Als österreichische Erstaufführung gibt es am 9., 10. und 11. Mai in der Alten Werft Korneuburg eine Koproduktion mit dem Freien Theater Düsseldorf und den Berliner Sofiensälen. „Narrenturm“ heißt das nach Franzobels Textvorlage gestaltete Projekt.

Eine Tanzperformance unter dem Titel „Midnight Meat Flight“ der slowenischen Tanztheatergruppe „Betontanc & Silence“ gibt es am 25. und am 26. April in der Alten Werft Korneuburg, erstmals in Österreich realisiert.

Der Bahnhof Tulln ist am 3. Mai Schauplatz einer Hommage an John Cage zu dessen 10. Todestag.

Kleinkunst und Fest.Tanz gibt es ab 26. April in der Schlosserei Krems: Jeweils an Freitagen kann man sich heuer an Rock ’n’ Roll sowie afrikanischen und türkischen Tänzen versuchen.

Einen literarischen Höhepunkt gibt es am 26. April in der Minoritenkirche Krems-Stein: Das Unabhängige Literaturhaus NÖ überreicht gemeinsam mit der Theodor Kramer-Gesellschaft an Fritz Kalmar und Alfredo Bauer den Theodor Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil.

Dazu kommen einige Lesungen, Kabaretts und Diskussionsveranstaltungen wie beispielsweise „Angst vor Kultur?“ am 5. Mai in der Schlosserei Krems.

Das detaillierte Programm des heurigen NÖ Donaufestivals kann unter der Hotline 02732/90 80 33 oder mittels Internet unter tickets@donaufestival.at angefordert werden.


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