24.01.2002 | 00:00

Plank: Zusatzeinkommen für Tausende Bauern

150 Millionen Euro in Fernheizwerke investiert

Fernwärme durch Biomasse schaffte in den vergangenen Jahren ein zusätzliches Einkommen für 2.600 Landwirte in Niederösterreich. „Diese Landwirte liefern entweder den Brennstoff Biomasse an oder sind als Heizwerkbetreiber tätig. Von den rund 550.000 Schüttraummetern an jährlichem Biomasseeinsatz werden etwa 200.000 SRM Waldhackgut von Bauern angeliefert. Allein 2001 sind bei 20 geförderten Projekten 400 Bauern als Lieferanten beteiligt. Das ist Beweis für den Erfolg des Fitnessprogrammes für den ländlichen Raum“, berichtet Dipl.Ing. Landesrat Josef Plank.

Derzeit sind 146 Biomasse-Fernheizwerke in Betrieb, 14 weitere sind in Planung bzw. in Bau. Bisher wurden insgesamt mehr als 150 Millionen Euro in den Ausbau der Biomasse-Fernheizwerke investiert, wovon rund die Hälfte von der öffentlichen Hand gefördert wurde (40 Millionen Euro Land, 22 Millionen Euro Bund, 15 Millionen Euro EU). Die installierte Kesselleistung beträgt 170.275 kW und die Trassenlänge 320 Kilometer. Die Zahl der Fernwärmeabnehmer hat sich von 2000 bis Ende 2001 von 6.950 auf 7.690 erhöht.

2001 konnten weitere 20 Fernwärmeprojekte in Angriff genommen werden. Sie wurden in erster Linie über den Biomasse-Fernwärmefonds des Landes Niederösterreich finanziert, der im Juni 2001 geschaffen worden und der mit 5,45 Millionen Euro dotiert war. Heuer stehen weitere 5,8 Millionen Euro zur Verfügung, dazu kommen weitere Fördermittel im Rahmen des EU-kofinanzierten Programmes „Ländliche Entwicklung“ in der Höhe von 1,8 Millionen Euro. „Unser Ziel ist der weitere zügige Ausbau der erneuerbaren Energie, zum einen, weil er Arbeitsplätze im ländlichen Raum absichert, zum anderen, weil heimische nachwachsende Rohstoffe eingesetzt werden, die auch weit weniger Umweltbelastung verursachen als fossile Brennstoffe“, betont Plank.


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