22.01.2002 | 00:00

„Zwei intensive Bildungsschwerpunkte in Niederösterreich“

LH Pröll diskutiert mit Klosterneuburger SchülerInnen

In Klosterneuburg nahm sich gestern Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll rund zwei Stunden Zeit, um mit SchülerInnen der HBLA und Bundesanstalt für Wein- und Obstbau ein breites Spektrum an Fragen zu Bildung, Jugend, Grenzlandinvestitionen und Verkehrsinfrastruktur zu diskutieren. An der HBLA/BA Klosterneuburg mit rund 140 Mitarbeitern in Forschung und Lehre studieren ebenso viele Schüler aus ganz Österreich, 90 davon kommen aus Niederösterreich, 80 Prozent der Schüler entstammen dem landwirtschaftsnahen Bereich.

Im Bildungsbereich laufen derzeit in Niederösterreich zwei intensive Schwerpunkte, führte Pröll dabei aus. Zum ersten werde die Donau-Universität Krems mit 53,05 Millionen Euro ausgebaut. Angepeilt wird ein Campus auf internationalem Niveau und ein Zentrum für Erwachsenenbildung für den gesamten zentraleuropäischen Raum. Hinsichtlich des Kremser Biotechnologiezentrums stehe eine Betriebsansiedlung unmittelbar bevor. Zum zweiten stehen im niederösterreichischen Fachhochschulwesen mit seinen drei Standorten bzw. 13 Fachhochschullehrgängen Abschlüsse für drei weitere Lehrgänge unmittelbar bevor. Die drei ersten Jahre dieser Lehrgänge werden vom Land vorfinanziert, um die Lehrgänge für Niederösterreich zu sichern.

Im Bereich der landwirtschaftlichen Fachschule müsse noch mehr auf Internationalisierung gesetzt und der Schwerpunkt in Richtung Verkauf und Marketing verlagert werden. Bedarfsgerechte Bildung habe sowohl der Persönlichkeitsentfaltung als auch volkswirtschaftlicher Effizienz Rechnung zu tragen.

In Fragen der Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre äußerte sich der Landeshauptmann skeptisch, dass dies für den Großteil der Jugend ein Anliegen sei. Hinsichtlich gezielter Investitionen in die Grenzregionen stehe das Land insbesondere in den Bezirken Gmünd, Horn und Zwettl vor dem Problem, dass trotz der Fördermöglichkeiten zu wenige Unternehmer bereit seien, dort zu investieren. Diese natürlichen Standortnachteile auszugleichen, sei einer der Gründe, vehement auf eine rasche EU-Erweiterung zu drängen. Bei der Nordautobahn soll die Detailplanung bis November vorliegen, bei der B 303 in Richtung Kleinhaugsdorf soll in zwei Jahren mit dem Intensivausbau begonnen werden.


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