08.01.2002 | 00:00

Göttweiger Glockenprojekt geht weiter

Nach der „Millenniumsglocke“ noch drei weitere Glocken

Das Geläute der Stiftskirche Göttweig wird bald noch voller, harmonischer und heller klingen: Der Verein der Göttweiger Glockenfreunde beabsichtigt, das Geläute um drei Glocken im oberen Tonbereich zu ergänzen. Damit soll das Göttweiger Glockenprojekt vorläufig zum Abschluss gebracht werden. Höhepunkt in dieser Geschichte war die Anschaffung der 4 Tonnen schweren Millenniumsglocke im vergangenen Jahr, die nach einer feierlichen Glockenweihe in Betrieb genommen worden war. Im September folgte noch der Neuguss der kleinsten Glocke aus dem Jahr 1954, deren Tonbild sich immer mehr verschlechtert hatte.

Vor zwei Jahren hatte sich ein Verein konstituiert mit dem Ziel, die nur mehr sehr rudimentär vorhandenen „Glockenreste“ Göttweigs zu komplettieren. Das Stift hatte ebenso wie die meisten anderen Stifte, Klöster und Pfarrkirchen darunter gelitten, dass die Glocken in der NS-Zeit abtransportiert wurden, um daraus Waffen zu fertigen.

Wer die Göttweiger Glocken sowie auch die Geläute der Göttweiger Stiftspfarren im Originalklang hören will, kann dies auch zu Hause mittels einer – im Stift erhältlichen – CD tun: Auf einer jüngst erschienenen Compact-Disk sind alle Geläute zu hören. Pater Magnus, um die Glocken besonders bemüht, kommentiert jedes Geläut fachkundig und gibt einen Überblick über Alter, Besonderheiten und Zustand. Derzeit beträgt der Göttweiger Glockenbestand einschließlich Pfarren 150. Davon wurden sieben vor dem Jahr 1500 gegossen, 83 nach 1948.


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