07.12.2001 | 00:00

Reifenkonzern sperrt Semperit Traiskirchen zu

LR Knotzer: Stadt Traiskirchen bemüht sich weiter um Käufer

„Auch wenn wir immer die einsamen Rufer in der Wüste waren und in unseren Bemühungen praktisch allein gelassen wurden, so werden wir seitens der Stadt jede nur erdenkliche Chance wahrnehmen, das Semperit-Werk in Traiskirchen vielleicht doch noch zu retten. Hier geht es nämlich nicht nur um ein industriepolitisches Aushängeschild Österreichs, sondern vor allem um 1.500 bei Semperit arbeitende Menschen und ihre Familien sowie Hunderte andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in anderen Betrieben des Bezirkes, die vor dem Nichts zu stehen drohen“, sagte heute, Freitag, der Traiskirchner Bürgermeister, Landesrat Fritz Knotzer, zur gestern vom Konzern angekündigten Schließung. „Semperitreifen haben nicht nur einen guten Ruf. Sie sind vor allem auch ein qualitatives Aushängeschild des Konzerns. Die praktische Eliminierung dieser Marke sollte sich auch negativ auf das Geschäftsergebnis des gesamten Conti-Konzerns auswirken“, meinte Knotzer.

Seit Monaten zeige die Stadt und die Personalvertretung die prekäre Situation des niederösterreichischen Industriebetriebes auf, meinte Knotzer. Obwohl Semperit seit Jahren dreistellige Millionengewinne für den Mutterkonzern Continental einfahre, solle nun der Standort praktisch ‚eingestampft’ werden. Diese Entscheidung hätte nicht nur für die 1.500 Beschäftigten von Semperit, sondern auch für Hunderte Beschäftigte in den Zulieferbetrieben, bei lokalen Gewerbebetrieben und im Bereich der unternehmensspezifischen Dienstleistungen den Verlust ihres Arbeitsplatzes zur Folge.


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