05.12.2001 | 00:00

Arbeitslosigkeit stieg auch im November

Vorsichtige AMS-Prognose für 2002

Seit Mitte des Jahres verliert die österreichische Konjunktur in Folge der internationalen Entwicklung deutlich an Dynamik, das schlägt sich auch auf dem niederösterreichischen Arbeitsmarkt nieder. Ende November waren beim Arbeitsmarktservice NÖ 34.457 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 6.074 oder 21,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit der Männer stieg deutlich stärker als jene der Frauen. Wie schon in den Vormonaten waren besonders die Bauberufe, die Metallberufe und die Büroberufe betroffen, aber auch der Dienstleistungsbereich blieb nicht verschont. Überdurchschnittlich entwickelt sich die Arbeitslosigkeit nach wie vor bei den Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren, bei den AusländerInnen sowie bei den Akademikern.

Nach der guten Entwicklung in der ersten Jahreshälfte zeichnet sich nun ab, dass die Arbeitsmarktbilanz 2001 negativ ausfallen wird. Die Beschäftigung dürfte in Niederösterreich gegenüber dem Jahr 2000 im Schnitt um rund 500 auf ca. 521.100 Beschäftigte zurückgehen, die Arbeitslosigkeit wird im Jahresschnitt bei rund 33.500 zu liegen kommen, das entspräche einer Steigerung von 1.600 Vorgemerkten. Angesichts der Unsicherheiten über den Kurs der Weltwirtschaft ist es schwierig, eine Prognose für die Entwicklung des niederösterreichischen Arbeitsmarktes im nächsten Jahr abzugeben. Eine vorsichtige Schätzung der NÖ Experten meint, dass sich die Beschäftigung im Jahr 2002 leicht rückläufig entwickeln wird und im Jahresschnitt rund 520.400 Beschäftigte – um 700 weniger als heuer – aufweisen wird. Die Arbeitslosigkeit wird sich aus heutiger Sicht auf einen durchschnittlichen Wert von 35.000 erhöhen.


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