03.12.2001 | 00:00

„Genius“-Preise für innovative Projekte vergeben

Gabmann: Mit der Technologie-Offensive ein Vorreiter

Im RIZ-Gründerzentrum in Wiener Neustadt fand am Freitag die Abschlussgala des Wettbewerbs „Genius 2001 – Forschung mit Mehrwert“ statt. Das Ziel der Organisatoren dieses Wettbewerbs war, Potenziale im Bereich der Forschung und der Entwicklung zu aktivieren sowie Chancen in der Verwertung von Ideen aufzuzeigen. Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann freute sich über 61 innovative Einreichungen.

Die Politik könne für Forschung und Innovation nur Rahmenbedingungen herstellen, kann also beispielsweise nicht Unternehmen führen, betonte Gabmann. Niederösterreich sollte verstärkt mit Arbeitsplätzen in die Technologie gehen. Es gebe im Vergleich zu anderen europäischen Ländern derzeit noch immer zu wenig Unternehmungen und zu wenig Selbstständige. Deshalb hätten sich die Verantwortlichen etwas einfallen lassen müssen. Niederösterreich sei mittlerweile mit seiner Technologieoffensive Vorreiter. Das Land habe dafür eine eigene Geschäftsstelle eingerichtet und mit Dipl.Ing. Franz Viehböck einen Technologie-Beauftragten installiert. Mit Kompetenzzentren und mit Wirtschafts-, Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen hätte Niederösterreich sehr viel an Infrastruktur aufgebaut.

Die Erste Bank, Wiener Städtische, Siemens und UTA stellten insgesamt 300.000 Schilling (21.801 Euro) zur Verfügung, die an insgesamt sieben innovative Projekte vergeben wurden. Den ersten Platz teilen sich zwei Teams, „Volumenrückführung technischer und medizinischer Strukturen“ von Prof. Dipl.Ing. Gerhard Pramhas und Dipl.Ing. Gunther Carl-Hohenbalken (Fachhochschule Wiener Neustadt), das mit der Erzeugung von 3D-Modellen mittels Scan im Computertomographen zu tun hat, und „Infochemicals“ von einem Team der Wiener Universität unter der Leitung von Mag. Wolfgang Harand und Dipl.Ing. Martin Kacetl. Infochemicals sind Signalstoffe zwischen Organismen, die zur Bekämpfung von Schädlingen – etwa der Kastanienminiermotte – eingesetzt werden können. Der zweite Platz ging an das Projekt „Regenerative Medizin“ des Teams von Dr. Rudolf Berger von der Universitätsklinik Wien. Zwei dritte Plätze gab es für die Projekte „e-light“ rund um Dipl.Ing. Dr. Markus Schermann, der ein innovatives Fahrrad-Lichtsystem vorstellte, und an „Mikrogranulation“ von einem Team unter der Leitung von Dr. Richard Tessadri, Univ.Doz. Dr. Franz Vavtar und Christian Potocan, die sich mit der Optimierung der Zementherstellung beschäftigt haben. Zwei weitere Preise wurden für das beste HTL-Projekt – „Intelligent Infusion Alarm System“ von Andreas Lutz und Christian Wagner – und das beste Studenten-Projekt, einen Lösungsansatz zur möglichen Optimierung des Solvayprozesses von Georg Steinhauser, vergeben. Anerkennungspreise erhielten Jürgen Schnabler und Hans-Peter Hinterbuchinger für ein „Geisterfahrerwarnsystem“, Ing. Mag. René Habinger für eine Kombination aus Zahnbürste und Zahnpasta, Dipl.Ing. Anneliese Pönninger für die Messung von Ausdehnungskoeffizienten, Mag. Erwin Fugger für ein Monitoring-System, Paul Posch für die Wiederverwertung von Styropor-Abfall und Dipl.Ing. Johannes Hackner für die GIS-gestützte Simulation von Fernwärmesystemen.


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