28.11.2001 | 00:00

Brigitte Höllerschmid aus Karlstetten erhielt NÖ Pflegepreis 2001

Sie betreut seit 13 Jahren ihren schwerstbehinderten Sohn

Seit 13 Jahren pflegt Brigitte Höllerschmid aus Karlstetten bei St.Pölten ihren heute 35-jährigen Sohn Andreas, der im Juli 1988 auf dem Heimweg von der Arbeit mit dem Motorrad schwer verunglückt ist und seither auf Grund einer Kopfverletzung (trotz Sturzhelm) in einer Art Wachkoma liegt. Dieses außergewöhnliche persönliche Engagement wurde von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) mit dem Pflegepreis 2001 ausgezeichnet.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, die gestern im Landhaus in St.Pölten gemeinsam mit dem Direktor der AUVA, Landesstelle Wien, Josef Müller, die Preisverleihung vornahm, dankte Brigitte Höllerschmid für ihr großes Engagement und der AUVA für die Möglichkeit, gerade vor Weihnachten wieder besondere Menschen ins Rampenlicht zu stellen, die mit aufopfernder und bewundernswerter Hingabe Angehörige pflegen. Andreas Höllerschmid leidet seit dem Unfall auch an schweren epileptischen Anfällen, die mitunter bis zum Atemstillstand führen und daher ständige Beobachtung erfordern. Neben einer Urkunde und dem Relief „Sonnenstiege“ des Künstlers Prof. Horst Aschermann besteht der Preis, der heuer zum vierten Mal vergeben wurde, aus einem Erholungsurlaub.

Den ersten Schicksalsschlag musste Brigitte Höllerschmid 1970 mit dem plötzlichen Tod ihres Mannes verkraften. Trotz der schwierigen Situation – das Haus stand im Rohbau, ihre fünf Kinder waren damals zwischen vier und neun Jahre alt – meisterte sie ihr Schicksal und konnte dabei immer wieder auch auf die Unterstützung ihrer Familie zählen. Hilfe fand sie auch seitens der AUVA, die für die behindertengerechte Ausstattung des Hauses und die Versorgung mit Hilfs- und Heilmitteln (Rollstuhl, Spezialbett, Ernährungssonden, Medikamente etc.) bisher insgesamt rund 700.000 Schilling (50.871 Euro) zur Verfügung gestellt hat.


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