23.11.2001 | 00:00

EU-Kommissar Barnier in Gars und Krems

LH Pröll: EU-Regionalförderung auch nach 2006 fortsetzen

„Niederösterreich hat größtes Interesse, dass die EU-Regionalförderung auch nach 2006, wenn die derzeitigen Programme auslaufen, fortgesetzt wird, und zwar konzentriert auf die wesentlichen Problemzonen. Gleichzeitig wünschen wir uns eine Entbürokratisierung.“ Das betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern beim Besuch des für die Regionalförderung zuständigen EU-Kommissars Michel Barnier. Der französische Politiker besuchte zwei Projekte, die mit Hilfe der Regionalförderung realisiert wurden, nämlich das Dungl-Zentrum für Gesundheits- und Wellness-Tourismus in Gars am Kamp, wo er mit Landeshauptmann Pröll zu einem Arbeitsgespräch zusammentraf, und das Regionale Innovations-Zentrum NÖ-Nord in Krems. Beide Projekte wurden von der EU (Ziel 5b), vom Bund sowie vom Land Niederösterreich aus dem Fitness-Programm gefördert.

Landeshauptmann Pröll bezeichnete das Gespräch als sehr konstruktiv. Er sehe den Besuch auch als Anerkennung für die NÖ Regionalpolitik. Große Aufgaben werde es in Zukunft vor allem in der Verkehrspolitik geben. Niederösterreich lege großen Wert auf gute persönliche Kontakte mit den Verantwortungsträgern in Brüssel.

Kommissar Michel Barnier, der aus dem französischen Savoyen stammt – „ein Bergland, ich fühle mich daher Österreich besonders verbunden“ –, bekannte sich zu einem „vereinten, aber nicht vereinheitlichen Europa“. Auch er hoffe deshalb auf eine Fortsetzung der Regionalförderung über 2006 hinaus. Großes Lob spendete er den von Niederösterreich eingereichten und verwirklichten Projekten, wobei er besonders die Einbeziehung der Grenzregionen durch das NÖ Fitness-Programm hervorhob: „Ob die EU-Erweiterung zu einem Erfolg wird, hängt nicht zuletzt davon ab, dass wir die Probleme in den Grenzgebieten richtig anpacken.“

In den EU-Regionalprogrammen stehen in der Periode 2000 bis 2006 für Niederösterreich EFRE-Mittel in der Höhe von 177,2 Millionen Euro für Ziel 2-Gebiete, 27,6 Millionen Euro für grenzüberschreitende INTERREG III A-Projekte und 17,4 Millionen Euro für LEADER+ zur Verfügung.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung