22.11.2001 | 00:00

Stabsübung „Pilot 2001“

Hochwasser im Bezirk Baden

Die Schwechat, die Triesting und die Leitha sind, wie zuletzt im Sommer 1997, aus den Ufern getreten – das ist die Übungsannahme für eine ganztägige Stabsübung, die heute von der Bezirkshauptmannschaft Baden gemeinsam mit dem Militärkommando NÖ und der Raiffeisen Holding NÖ-Wien durchgeführt wird. An der gemeinsamen Katastrophenschutzübung nehmen auch die Gemeinden Alland, Altenmarkt, Baden, Furth, Günselsdorf und Seibersdorf teil. Eingebunden sind weiters die Katastrophenhilfsdienste des Bezirkes, wie z.B. Feuerwehren, Rettungsorganisationen und Zivilschutzverband, sowie die Gendarmerie, die Energieversorger und die Straßenmeistereien.

Das Hochwasser 1997 hat, so Bezirkshauptmann Dr. Helmut Leiss, gezeigt, wie wichtig eine effektive Einsatzleitung für den Schutz der Bevölkerung ist. Im Katastrophenfall müssen sowohl die militärischen als auch an die 20 verschiedene zivile Einsatzorganisationen optimal koordiniert werden: „An der Bezirkshauptmannschaft Baden wurde daher für die Krisenbewältigung ein neuer Einsatzstab in Anlehnung an militärische Strukturen eingerichtet. Dadurch soll die Koordination und Kommunikation verbessert werden. Zur Optimierung der Abläufe werden auch neue technische Hilfsmittel wie etwa vernetzte Computersysteme und ein verbessertes Lage- und Meldungswesen eingesetzt.“ Der NÖ Militärkommandant Prof. Johann Culik verweist darauf, dass das Bundesheer in den letzten zehn Jahren rund 2 Millionen Arbeitsstunden in Krisen- und Katastrophenfällen geleistet hat. Durch die Partnerschaft zwischen der Raiffeisen Holding und dem Militärkommando NÖ sei eine zukunftsweisende, europaweit einzigartige Idee Wirklichkeit geworden: Ein gewinnorientiertes Unternehmen stellt sich gemeinsam mit dem Bundesheer in den Dienst der Allgemeinheit, indem es Katastrophenhilfsgerät bereit stellt, wie es ansonsten im großen Umfang nur bei den Heerespionierkräften verfügbar ist.

Nach Abschluss der Übung sollen die gewonnenen Erfahrungen im Rahmen einer Ergebnisanalyse helfen, das neue System zum Schutz der Bevölkerung noch weiter zu verbessern.


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