22.11.2001 | 00:00

Plank: Mit der Mariendistel auf Erfolgskurs

300 Waldviertler Bauern profitieren vom Alternativanbau

Auf der Suche nach landwirtschaftlichen Alternativen hat alles vor 15 Jahren begonnen und wurde vor allem im heurigen Jahr zu einer tollen Erfolgsstory: der Anbau der Mariendistel seitens der Waldland Vermarktungsgesellschaft mit Sitz in Oberwaltenreith bei Zwettl. Am Anfang waren es 5 Hektar Anbaufläche, im Jahre 2000 300 Hektar, heuer ist die Anbaufläche auf 1.200 Hektar explodiert. „Das Waldviertel ist zu einem Zentrum für die europäische Mariendistelproduktion und -verarbeitung geworden. 300 Landwirte bauen diese Pflanze, die in der Medizin eingesetzt wird und sichern sich damit ein regelmäßiges Einkommen“, berichtet Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank.

Die Samen der Mariendistel werden zur Rohstoffgewinnung für ein Leberstärkungspräparat verwendet. Seit 1997 wird die gesamte in Europa (Deutschland, Belgien, Frankreich, Serbien und Ungarn) geerntete Mariendistelmenge in Oberwaltenreith gelagert und abgepresst. „Der Presskuchen wird zur Gewinnung der wertvollen Rohstoffe Silybinin und Silydianin an eine Pharmafirma in Mailand geliefert. Das beim Pressen der Samen anfallende Mariendistelöl kann zu verschiedenen Zwecken, vor allem für Heizzwecke und in der Tierfütterung verwendet werden“, weiß Waldland-Geschäftsführer Gerhard Zinner.

Erfreulich ist, dass auf Grund des bisherigen Erfolges die Anbaufläche von 1.200 Hektar auch für 2002 fixiert werden konnte. „Die Wertschöpfung für die 300 Bauern liegt bei 13 (944.746 Euro) bis 15 Millionen Schilling (1.090.092 Euro) pro Jahr. Die Waldviertler Bauern sind mit diesem erfolgreichen Alternativanbau in eine Marktlücke gestoßen“, so Plank.

Die Waldland-Vermarktung verarbeitet auch tierische Rohprodukte und zählt insgesamt rund 900 Mitgliedsbetriebe. Sie wurde zu Beginn der achtziger Jahre gegründet.


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