14.11.2001 | 00:00

Enquete über Zukunft des Wirtschaftsstandortes NÖ

Onodi: Infrastruktur in den Grenzregionen verbessern

Im NÖ Landtagssitzungssaal in St.Pölten wurde gestern, Dienstag, Abend eine Enquete über „Die Bedeutung einer funktionierenden Infrastruktur für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich“ mit Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, SP-Klubobmann Landtagsabgeordnetem Ewald Sacher sowie mit zahlreichen Experten aus Industrie und Politik abgehalten.

Nach Sacher, der vor allem die Sorge um die funktionierende Infrastruktur für die Zukunft Niederösterreichs sowohl als Lebensraum als auch als Wirtschaftsstandort ausdrückte, meinte Onodi, dass die SPÖ die benachteiligten Gebiete in Niederösterreich an die begünstigten Regionen heranführen wolle. Dazu müsse aber die Infrastruktur und mit ihr die Standortqualität in allen Regionen auf den höchsten Stand gebracht werden. Sie wandte sich gegen eine „Aushungerung von Regionen“ durch Schließung von Postämtern, Bezirksgerichten und Finanzämtern sowie durch Kürzungen etwa in den Schulen und bei den Nebenbahnen. Man brauche vor allem auch in den Grenzregionen zukunftsorientierte Arbeitsplätze und eine verbesserte Infrastruktur. Denn die Arbeitsmarktdaten für Oktober zeigen für Niederösterreich ein wenig erfreuliches Bild.

Bei der Enquete kamen auch Fachleute aus der Industrie und dem Gewerbe zu Wort. So sprach Wirtschaftsforscher Dr. Stephan Schulmeister über die Tatsache, dass die USA im Vergleich zu Europa viel besser reagiert haben, als das Gegenlenken der Wirtschaft gefragt war. Die Realinvestitionen und der Konsum seien in Europa viel schlechter als in den USA gewachsen. Die einzige Stütze seien die Exporte gewesen. Dipl.Ing. Bernhard Engleder wies darauf hin, dass viele Bahnprojekte, etwa die Güterzugsumfahrung St.Pölten, gestoppt oder Investitionen nach dem Süden – etwa vom Semmeringbasistunnel für den Tunnel in Kärnten – verlagert worden seien. An der Enquete nahmen auch noch andere Experten wie AKNÖ-Präsident Josef Staudinger und der Präsident des Freien Wirtschaftsverbandes Niederösterreich, Günter Kiermaier, teil.


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