09.11.2001 | 00:00

Niederösterreich bietet modernste Palliativmedizin

Sobotka: Auch Angehörige in ganzheitliche Betreuung integrieren

Heute startet in Waidhofen an der Thaya eine neue Ära der Patientenbehandlung. Die neue Palliativabteilung des Krankenhauses kümmert sich in Zukunft um die Schmerzen unheilbar Kranker. Aber nicht nur in Waidhofen, sondern auch im restlichen Niederösterreich betreuen Ärzte in verschiedenster Form Palliativpatienten.

So hat NÖGUS–Vorsitzender Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka bei den Verhandlungen des Österreichischen Krankenanstaltsplans 2001 (ÖKAP) mit dem Bund erwirkt, dass im Rahmen der Palliativmedizin drei Pilotprojekte in Niederösterreich durchgeführt werden: Neben Waidhofen an der Thaya, wo sich in Zukunft eine eigene Abteilung der Palliativmedizin annehmen wird, versucht man im Krankenhaus Scheibbs, Palliativpatienten in bereits bestehenden Abteilungen des Krankenhauses unterzubringen. Zusätzlich startet in den Krankenanstalten Lilienfeld und Gmünd ein eigenes mobiles Palliativteam.

Die Palliativmedizin ist die Betreuung schwerstkranker Unfallpatienten oder unheilbar kranker Menschen, die unter starken Schmerzen leiden. Ziel ist, sie nach einer geeigneten Behandlung mit verbesserter Lebensqualität in ihre gewohnte Umgebung zu entlassen. „Das erfordert eine andere medizinische und pflegerische Leistung, beispielsweise psychologische Betreuung, Betreuung durch Ärzte der Anästhesie oder Seelsorge“, so Sobotka.

„Es gibt hinsichtlich Methodik und Kosten derzeit noch wenig Erfahrungswerte, die uns aber die geplanten Pilotprojekte bringen werden. Wir werden vor allem Auswirkungen betreffend Patienten- und Angehörigenzufriedenheit, Falldokumentation und die Situation des Personals evaluieren, um das Know-how in diesem Bereich zu verbessern“, erklärt Sobotka.

„Nicht zuletzt wollen wir auch die Angehörigen mehr in die ganzheitliche Betreuung integrieren und auch damit Niederösterreich noch mehr zu einer Insel der Menschlichkeit machen“, präzisiert Sobotka abschließend.


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