07.11.2001 | 00:00

Fitness-Programm für ländlichen Raum und Landwirtschaft

2001 werden 437 Mill. S im Wald- und Weinviertel investiert

Um die schwächer strukturierten Regionen im Wald- und Weinviertel für die EU-Erweiterung zu rüsten, wurde für 2001 ein zusätzliches „Fitnessprogramm für den ländlichen Raum“ geschnürt, das ein Investitionsvolumen in der Größenordnung von 437 Millionen Schilling (31.758.028 Euro) ermöglicht. „Schwerpunkte dabei sind wasserbauliche Maßnahmen zur Sicherung des Wasserhaushaltes, Vermarktungsinitiativen landwirtschaftlicher Produkte und Dienstleistungen (z.B. Urlaub am Bauernhof) sowie die verstärkte Nutzung nachwachsender Rohstoffe“, fasste heute Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank in einem Pressegespräch diese Initiativen zusammen. Insgesamt werden dafür rund 223 Millionen Schilling (16.206.042 Euro) an Förderungen zur Verfügung gestellt; der Landesanteil liegt bei rund 95 Millionen Schilling (6.903.919 Euro).

Große Chancen für den ländlichen Raum und die heimische Landwirtschaft sieht Plank in der Forcierung der umweltgerechten Landwirtschaft, der Weiterentwicklung der biologischen Landwirtschaft, ohne jedoch die konventionelle Landwirtschaft in irgend einer Form benachteiligen zu wollen, sowie in der regionalen Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte. Dazu werde auch die ländliche Verkehrserschließung forciert und dafür sowohl im Wald- als auch im Weinviertel je 100 Millionen Schilling (7.267.283 Euro) investiert. Zusätzlich sorgen u. a. Fernwärmeprojekte in Wolkersdorf, Groß Schweinbarth, Hausleiten, Langau, Weitersfeld, Groß Gerungs, Rosenau und Vitis für Investitionen von fast 126 Millionen Schilling (9.156.777 Euro). Dazu kommen noch Millioneninvestitionen in die Landschaftsgestaltung und Landschaftsentwicklung sowie in den landwirtschaftlichen Wasserbau. Plank ist sich sehr wohl im Klaren, dass im Zuge der EU-Erweiterung vieles „über die Betrachtung des Landes hinausgeht“. „Unsere Aufgabe ist es jedoch“, so Plank, „im Rahmen unserer Möglichkeiten, und da vor allem mit Hilfe des Fitness-Programms, zur Stärkung der regionalen Strukturen und der Erhaltung der bäuerlichen Strukturen beizutragen.“ Der Agrar-Landesrat kündigte auch eine „BSE-Hilfe“ für die Rinderbauern an, die heuer massive Einbußen hinnehmen mussten. „Als kleine Hilfe“ sollen für sie 45 Millionen Schilling (3.270.277 Euro) aufgebracht und Ende dieses Jahres bzw. Anfang des kommenden Jahres ausbezahlt werden.


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