02.11.2001 | 00:00

Immer mehr Gemeinden setzen mobile Tempo-Anzeigen ein

LH Pröll: Weiterer wichtiger Schritt zu mehr Verkehrssicherheit

Verkehrssicherheit wird auch in den Gemeinden groß geschrieben. Das zeigt einmal mehr das große Interesse der niederösterreichischen Gemeinden an den 30 mobilen Tempo-Anzeigen, die das Land Niederösterreich angekauft hat und den Kommunen seit August dieses Jahres leihweise für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stellt. Bereits 247 Gemeinden haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, mit einem derartigen Gerät die Geschwindigkeit im Ortsgebiet zu messen. Derzeit liegen Bestellungen von weiteren 30 niederösterreichischen Gemeinden vor, die die Geräte aufstellen wollen.

Das Ziel dieser Aktion ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit vor allem im untergeordneten Straßennetz im Ortsgebiet. Auch deshalb, weil hier eine flächendeckende Überwachung durch die Exekutive nicht möglich ist. „Überhöhte Geschwindigkeit im Ortsgebiet ist immer wieder die Ursache für schwere Verkehrsunfälle, vor allem Fußgänger und Radfahrer sind davon betroffen. Mit dieser Aktion appellieren wir an die Eigenverantwortung der Kraftfahrzeuglenker, die Geschwindigkeit zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reduzieren“, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Für den Landeshauptmann ist diese Initiative auch eine wichtige Ergänzung zur „Verkehrssicherheitsaktion für Kinder und Senioren“ und der „Aktion Schutzengel“. Allein im Zuge der Aktion „Verkehrssicherheit für Kinder und Senioren“ wurden in Niederösterreich bisher nahezu 800 neuralgische Verkehrsknotenpunkte durch Ampelanlagen, Zebrastreifen, Gehwege etc. entschärft.

Mit den mobilen Tempo-Anzeigen ist es auch möglich, Daten über einen bestimmten Zeitraum zu erfassen und aufzuzeichnen. Diese Daten bilden letztlich die Grundlage für weitere Maßnahmen zur Hebung der Verkehrssicherheit.

Interessant sind auch die Ergebnisse einer durchgeführten Untersuchung der Wirksamkeit von mobilen Tempoanzeigen. Sie finden hohe Akzeptanz bei den Fahrzeuglenkern, für 90 Prozent der Lenker haben sie eine geschwindigkeitsmindernde Wirkung. Die meisten Lenker sind sich der gefahrenen Geschwindigkeit gar nicht bewusst und begrüßen diese Art der Erinnerung. Etwa ein Drittel meint, dass auf eine mobile Tempoanzeige eine Kontrolle durch die Exekutive folgt. Ebenso rund einem Drittel ist das öffentliche Aufzeigen ihrer Fahrgeschwindigkeit unangenehm, besonders wenn sie im betreffenden Straßenbereich bekannt sind.


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