29.10.2001 | 00:00

Spatenstich für den Bau der B 301

Für Forstinger, Pröll und Häupl unverzichtbare Straße

Kaum ein anderes Straßenbauprojekt in Österreich hat in den vergangenen Jahren für so viele Diskussionen gesorgt, wie die B 301. Mit dem Spatenstich in Schwechat durch Bundesministerin Dr. Monika Forstinger, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Dr. Michael Häupl fand am Donnerstag der definitive Startschuss für den Bau der Wiener Südrandstraße statt. Die 16 Kilometer lange Straße soll künftig vom Knoten Vösendorf nach Schwechat, die A 2 Südautobahn mit der A 4 Ostautobahn verbinden und damit zu einer wesentlichen Entlastung der Wiener Südeinfahrt und der Südosttangente beitragen. Rund 4 Kilometer oder 25 Prozent der Strecke, die acht Anschlussstellen haben wird, verlaufen im Tunnel. Mit der Verkehrsfreigabe ist im Herbst 2006 zu rechnen. Die Gesamtbaukosten werden mit rund 5,6 Milliarden Schilling (406.967.871 Euro) beziffert. Es ist auch das erste große Straßenprojekt, das gemäß Umweltverträglichkeitsprüfungs-Gesetz einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen wurde.

Nach Jahren der Anstrengungen, der Hoffnungen, des Bangens und des Diskutierens konnte nun eine unendliche Geschichte abgeschlossen werden, meinte Landeshauptmann Pröll. Mit dem Bau der B 301 werde auch die berechtigte Hoffnung verbunden, rund 50.000 Fahrzeuge aus Siedlungsgebieten heraus zu bekommen, die Standortqualität der Ostregion zu stärken und Hunderttausenden Pendlern das Leben zu erleichtern. Die Politik habe die Aufgabe, im Dialog mit der Bevölkerung Entscheidungen zu treffen und diese umzusetzen. Pröll: „Es hat bisher kein zweites Projekt gegeben, das in so intensiven Gesprächen auf- und vorbereitet wurde.“ Außerdem sei die B 301 auch Ausdruck für die gute Zusammenarbeit der Bundesländer Wien und Niederösterreich, wenn es um die konkrete Zukunft gehe.

Auch Bürgermeister Häupl betrachtet es als richtig und wichtig, derartige Projekte im Dialog mit der Bevölkerung zu realisieren. Die Notwendigkeit dieser Verbindungsstraße sei aber unbestritten.

Für Bundesministerin Forstinger ist es notwendig, die Verkehrsträger auch künftig dem Bedarf anzupassen und langfristig zu verknüpfen. Zudem werde Wien in Zukunft als Verkehrsknotenpunkt noch mehr an Bedeutung gewinnen. Dem müsse man Rechnung tragen.


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