17.10.2001 | 00:00

Knotzer: Private Wasserwirtschaft bringt höhere Preise

Versorgungsgarantie nur im öffentlichen Eigentum gesichert

„Es geht also nicht um eine Verbesserung der Versorgungsqualität und um einen Ausbau des Trinkwasserversorgungs- bzw. Abwasserentsorgungsnetzes“, antwortete gestern der Geschäftsführer des NÖ Wasserwirtschaftsfonds, Landesrat Fritz Knotzer, auf Aussagen von Bundesminister Mag. Wilhelm Molterer in einem Artikel des Nachrichtenmagazins „profil“. „Einzig und allein höhere Wasserpreise für die Konsumenten und damit auch höhere Gewinne für – möglicherweise bald private – Unternehmen sind das Ziel der von der Bundesregierung angestrebten Privatisierung der österreichischen Wasserwirtschaft. Eine derartige ‚Goldgräbermentalität’ im Bereich der für die Bevölkerung besonders wichtigen Versorgung mit reinem und hochqualitativem Trinkwasser ist strikt zurückzuweisen“, sagte Knotzer.

„Wenn Molterer Preiserhöhungen im Zuge der angestrebten Privatisierung nicht ausschließt, so stellt er sich damit außerhalb jedweden Verständnisses“, meinte Knotzer weiter. Eine Privatisierung, die nur zu Mehrkosten für die Konsumenten führen würde, sei grotesk und absolut widersinnig. Besonders Familien mit Kindern hätten massive Mehrkosten zu erwarten. Die Bevölkerung habe das Recht auf günstiges Trinkwasser, das nicht zu einer reinen Handelsware werden dürfe. „Die Qualität der österreichischen Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung liegt im europäischen Spitzenfeld. Dieser hohe Standard darf nicht gefährdet werden. Eine Privatisierung führt auch nicht zu mehr Wettbewerb, sondern nur zu höheren Preisen. Eine Privatisierung der Wasserwirtschaft ist daher einmal mehr strikt abzulehnen“, so Knotzer abschließend.


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