12.10.2001 | 00:00

Karl Blossfeldt – Urformen der Kunst

Kunsthalle Krems zeigt Querschnitt durch sein Werk

Erstmals und exklusiv in Österreich präsentiert die Kunsthalle Krems unter dem Titel „Karl Blossfeldt – Urformen der Kunst“ einen Querschnitt durch das Schaffen des Pioniers der Fotografie der Neuen Sachlichkeit und des Meisters der skulpturhaften Fotografie aus der Sammlung der Hochschule der Künste Berlin.

Karl Blossfeldt, geboren 1865 in Schielo/Harz, gestorben 1932 in Berlin, verstand seine Fotografien zunächst nicht als künstlerische Arbeiten, sondern als Unterrichtsmaterial für seine „Naturstudienklasse“ an der Unterrichtsanstalt des Königlichen Kunstgewerbemuseums Berlin, wo er selbst zum Modellierer ausgebildet wurde. Von 1899 bis 1930 unterrichtete Blossfeldt „Modellieren nach lebenden Pflanzen“ an dieser Lehranstalt, der heutigen Hochschule der Künste Berlin. Erst 1926 wurden seine Nahaufnahmen und Vergrößerungen von kleinsten Pflanzenteilen durch eine Ausstellung des Berliner Galeristen Karl Nierendorf und durch die darauf folgenden Publikatoren mit den programmatischen Titeln „Urformen der Kunst“ (1928) und „Wundergarten der Natur“ (1932) von der Kunstwelt entdeckt. Sie führten fortan zu einem kometenhaften Aufstieg und internationaler Berühmtheit. Vor allem Vertreter der Neuen Sachlichkeit schätzten seine Fotografien, und Zeitgenossen wie Walter Benjamin und George Bataille feierten seine Arbeiten.

Anfang der siebziger Jahre, insbesondere im Rahmen der Wiederentdeckung der Neuen Sachlichkeit, wurde Karl Blossfeldt neu bewertet. Seine Werke werden in der Werbung eingesetzt, und seine Ausstrahlung reicht bis in die zeitgenössische Fotografie. Die in der Kunsthalle Krems ausgestellten 150 Werke stellen eine Auswahl aus der Sammlung weitgehend unbekannter Fotografien dar, die seit Jahren in der Hochschule der Künste Berlin gelagert werden. Dort befindet sich die größte Kollektion an Vintage-Prints von Fotografien aus Blossfeldts Hand. Neben den Fotografien sind auch einige Bronzemodelle von Pflanzen sowie Pflanzenpräparate in Glaskästen ausgestellt.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Akademie der Künste Berlin, der Hochschule der Künste Berlin und der Kunsthalle Krems. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr zugänglich.


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