10.10.2001 | 00:00

LHStv. Onodi: Rettungsorganisationen brauchen Unterstützung

Kürzungen im Budget des Bundes sicher ein Großteil des Problems

Die Rettungsdienste Rotes Kreuz und ASBÖ führen seit 14 Jahren die notärztliche Versorgung der niederösterreichischen Patienten mit dem Notarztwagen durch. Die Notarztstützpunkte liegen mit Ausnahme des Standortes Gänserndorf jeweils am Standort eines Akutkrankenhauses. Die notärztliche Versorgung ist Landessache, für die Bezahlung der Notärzte hat das Land aus NÖGUS-Strukturmitteln 39,56 Millionen Schilling (2.874.937 Euro) zur Verfügung gestellt. Konkret bedeutet das 1,74 Millionen Schilling (126.451 Euro) zur Bezahlung von vier Notärzten pro Standort. Damit sind die Gehaltskosten aber nur zum Teil abgedeckt, den Rest müssen die Spitalsträger der Krankenhäuser aufbringen. „Die Rettungsorganisationen brauchen daher unsere Unterstützung, und es wird nichts nützen, sich auf die Budgetkürzungen des Bundes im Gesundheits- und Sozialbereich auszureden. Diese Budgetkürzungen sind vorhanden – und sie wurden vom NÖ Landesfinanzreferenten Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka akzeptiert“, kommentiert Niederösterreichs Gesundheitsreferentin Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi Aussagen von Finanz-Landesrat Sobotka.

Mit 25.000 Einsätzen des Notarztwagens konnte im Jahr 2000 8.118 Menschen das Leben gerettet werden. Die Rettungsdienste haben bis jetzt jeden Verletzten von der Straße mitgenommen und ins nächste Krankenhaus transportiert, obwohl ihnen seitens des Landes diese Tätigkeit derzeit nicht bzw. verspätet bezahlt wird. Die Rettungsgesellschaften haben ihre Solidarität mit den Menschen bewiesen. Finanzprobleme im Land Niederösterreich dürfen nicht auf Kosten der Patienten und der Rettungsdienste Rotes Kreuz und ASBÖ ausgetragen werden. „Das Gesundheitsressort hat jedenfalls bereits einen Vertrag ausarbeiten lassen, der die Leistungen der Rettungsdienste beim NAW und ihre Bezahlung ein für allemal absichern soll. In einer ähnlichen Schwierigkeit stecken ASBÖ und Rotes Kreuz auch beim Rettungs- und Krankentransport“, so Onodi.

„Es kann nicht sein, dass ASBÖ und Rotes Kreuz, die zu einem großen Teil mit freiwilligen Mitarbeitern die Rettungs-Krankentransporte und den NAW für unsere nieder-österreichischen Landesbürger durchführen – beim Roten Kreuz beträgt beispielsweise das Verhältnis 500 Angestellte zu 14.000 Freiwillige – nicht einmal die ihnen zustehenden Kosten durch die öffentliche Hand erhalten und beim Bürger betteln gehen müssen“, so Onodi.


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