24.09.2001 | 00:00

1. Europäischer Hohlweg-Lehrpfad in Langenlois

LH Pröll: Beispielgebend für andere Gemeinden

4,5 Kilometer lang ist der 1. Europäische Hohlweg-Lehrpfad in Langenlois, den Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern eröffnete. Kernstück ist der „Kleine Talgraben“, der lange verschüttet war und im Rahmen der vom Landeshauptmann gestarteten Aktion zur Rettung der Hohlwege wieder freigelegt wurde. Er wird von der Klasse 2b der Hauptschule Langenlois betreut und dokumentiert. Der Landeshauptmann würdigte dieses Engagement der Kinder und Jugendlichen, vor allem aber auch den Einsatz des Langenloiser Vizebürgermeisters Erich Kroneder. Dieser wird, so Pröll, als „Botschafter der Hohlwege“ künftig auch anderen Gemeinden mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Denn das Langenloiser Beispiel soll Schule machen.

Der Lehrpfad erinnert an das Entstehen der Hohlwege in einer Zeit, in der die Landwirtschaft noch „harte Knochenarbeit“ war. Sie sind vor allem dort entstanden, wo sich die Räder der Ochsenkarren und Pferdewagen tief in den Lössboden eingruben. Heute sind sie Refugien für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, wie etwa den Bienenfresser. Rund 70 Prozent der Hohlwege sind in den vergangenen Jahrzehnten verloren gegangen, die noch bestehenden „Kleinode in unserer Landschaft“, so Pröll, sollen gerettet werden.


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