18.09.2001 | 00:00

Internationale Konferenz zur „Archäologischen Prospektion“:

Neueste Forschungsergebnisse aus NÖ werden präsentiert

Einem neuen Zweig der archäologischen Wissenschaft gilt die Internationale Konferenz „Archäologische Prospektion“, die vom 19. bis 23. September in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien abgehalten wird. In den letzten Jahren wurden geophysikalische Prospektionsmethoden ebenso wie die Luftbildarchäologie dazu eingesetzt, ausgedehnte archäologische Denkmäler zu erkunden, ohne Aufgrabungen durchführen zu müssen. Magnetfelder und Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen im Untergrund werden mit neuesten Geräten gemessen, im Boden verborgene Strukturen sind auf Computerbildschirmen wieder sichtbar. Diese Methodik wurde parallel mit jenen Verfahren entwickelt, die in der Medizin angewendet werden. Der Einblick in den Boden ähnelt einem Röntgenbild oder einer Computertomographie.

Bei dieser Konferenz in der Akademie der Wissenschaften in Wien sind 110 Konferenzbeiträge über Forschungsergebnisse aus aller Welt zu erwarten. Besondere Beachtung finden dabei die mittelneolitischen Kreisgrabenanlagen, rätselhafte Monumentalbauten aus der Steinzeit, deren wissenschaftliche Erforschung zu einem Schwerpunkt der Arbeit in Niederösterreich geworden ist. Am letzten Konferenztag werden die neuesten Forschungen in Carnuntum präsentiert.

Bei einer Exkursion werden die in letzter Zeit eingesetzten Geräte und Techniken vorgeführt. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik forschte nicht nur im Bereich der römischen Zivilstadt, sondern auch im Gelände rund um das Heidentor. Dabei gelang es, das seit über 100 Jahren gesuchte Forum von Carnuntum zu entdecken. Rund um das Heidentor wurden drei Militärlager entdeckt. Von der Konferenz werden bedeutende nationale und internationale Impulse erwartet, Publikationen sind in Vorbereitung.

Nähere Auskünfte: Institut für Ur- und Frühgeschichte, Telefon 01/42 77 40 401.


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