17.09.2001 | 00:00

Pröll: Der Barbarei die Menschlichkeit entgegen stellen

Ein Dank an die Tausenden Freiwilligen

„Es ist richtig und notwendig, der Barbarei die Menschlichkeit, dem Hass die Solidarität und dem Fanatismus den Idealismus entgegen zu stellen, also jene Werte die unsere Tausenden Freiwilligen und Ehrenamtlichen so vorbildlich verkörpern.“ Das betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung „Forum Niederösterreich“, in der er sich mit dem ersten „NÖ Tag der Freiwilligen“ befasste. Die rund 300.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, die freiwillig und ehrenamtlich tätig sind, hätten wesentlich dazu beigetragen, dass Niederösterreich laut Volkszählung um 80.000 Bürger zugenommen und erstmals die 1,5 Millionen Einwohner-Marke überschritten hat. „Sie machen unser Land sicherer, schöner, lebens- und liebenswerter“, so der Landeshauptmann. Bei aller Trauer und Erschütterung über die unfassbaren Terrorakte in den USA seien es der Idealismus und das Engagement der Freiwilligen, die ihn zuversichtlich stimmen: „Sie machen mich sicher, dass wir unsere großen Ziele erreichen können, Niederösterreich unter die europäischen Top-Regionen zu führen und als Insel der Menschlichkeit weiter zu entwickeln.“

Natürlich stand der „Tag der Freiwilligen“ im Schatten der Tragödie von New York und Washington. Mag. Alberich Klinger, Geschäftsführer der Landesakademie, die neben dem Service Freiwillige Veranstalter war, betonte, dass das vorgesehene Showprogramm gestrichen wurde. Der Tag der Freiwilligen sei ein Dank, nunmehr aber auch ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern. Es seien gerade die Freiwilligen, die in solchen Katastrophenfällen den Mitmenschen zur Seite stehen. Besonders erschüttert zeigten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, so der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant Ing. Herbert Schanda. Sie wissen, dass sie bei ihren Einsätzen oft in Gefahr sind und haben gute Kontakte zu den Feuerwehren in den USA. Schanda: „Ich bin selbst schon vor einem toten Kameraden gestanden und kann mir vorstellen, was in den Feuerwehrmännern in den USA vorgeht.“

In der Sendung kam auch ein langjähriger Sportfunktionär zu Wort, Ingolf Wöll, seit 40 Jahren bei der Union St.Pölten. Die Arbeit im Sport und mit den Menschen habe ihm immer viel Freude bereitet: „Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch etwas für die Gemeinschaft tun soll.“ Ferdinand Jandl aus Ardagger, selbst ein Freiwilliger und als Unternehmer und Wirt ein großzügiger Förderer der Vereine, meinte, Jugendliche, die in Vereinen aufwachsen, seien nicht von Drogen gefährdet.

Landeshauptmann Pröll erklärte abschließend, dass der Tag der Freiwilligen neben dem Dankeschön auch viele Landsleute motivieren sollte, sich ebenfalls einzubringen. Freiwillige Arbeit sei unbezahlt, der Lohn sei trotzdem ein hoher, nämlich in Form von Anerkennung, Dankbarkeit, Zufriedenheit und Lebensglück.


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