10.09.2001 | 00:00

Museumsdorf-Gründer Josef Geissler wird „Professor“

Anerkennung für Idealismus, Einsatz und Sammelleidenschaft

Auf ca. 70 Objekte, durchwegs hervorragende Zeugen Weinviertler anonymer Architektur des 19. Jahrhunderts, ist das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz bereits angewachsen. Der Gründer und Betreuer dieses größten niederösterreichischen Freilichtmuseums erhält morgen, Dienstag, im Rahmen der Ehrenzeichenverleihung durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll den von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil verliehenen Berufstitel „Professor“.

Josef Geissler, in seinem ursprünglichen Beruf Restaurator und als solcher in der Diözese Wien auch jahrelang tätig, sammelte schon in seiner Jugend alte bäuerliche Dinge. Geissler rettete aber nicht nur alte Gerätschaften, Gegenstände des täglichen Gebrauches, Werkzeug und Devotionalien, sondern auch die Baukultur des Weinviertels. Vor fast 30 Jahren begann er, abbruchgefährdete Bauernhäuser, aber auch Gaststätten, Kapellen und Kirchen am Ortsrand von Niedersulz entlang eines Baches im Dorfverband wieder aufzubauen. In den Häusern richtete er überdies viele kleine Spezialsammlungen ein. Sonderaustellungen zu bäuerlichen Themen werden periodisch veranstaltet, und insgesamt hat sich das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz zu einem Zentrum alter bäuerlicher Kultur entwickelt.

Geissler wurde schon mehrfach geehrt: 1997 erhielt er die Silberne Ehrenmedaille des Landes Niederösterreich, im gleichen Jahr auch den Hans Kudlich-Preis.


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