10.09.2001 | 00:00

Österreichische Eisenstraße gegründet

Klasnic, Pröll und Pühringer unterzeichneten Gründungsurkunde

Vor der außergewöhnlichen Kulisse des steirischen Erzbergs wurde am Samstag die Österreichische Eisenstraße, ein Gemeinschaftsprojekt der Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark, aus der Taufe gehoben. Die Patenschaft haben die Landeshauptleute Waltraud Klasnic, Dr. Erwin Pröll und Dr. Josef Pühringer übernommen, die bei diesem Festakt auch die Gründungsurkunde unterzeichneten. Die drei Landeschefs sehen in dieser Initiative nicht nur die Möglichkeit, die Wertschöpfung und die Ressourcen der Eisenstraßenregionen zu nutzen, sondern sich auch der Wurzeln und der Geschichte zu besinnen. Gleichzeitig tragen die Eisenstraßen-Regionen dazu bei, ihre regionale Identität in einem größeren Europa zu bewahren. Aus der Geschichte könne man die Kraft schöpfen, um Brücken in die nächsten Generationen zu bauen, so Pröll, für den der Erzberg auch ein Symbol für den Lebensstil dieser Region ist. Gerade in einem größeren Europa und in einer Zeit, in der der Fortschritt die Gesellschaft drängt, nur nach vorne zu schauen, brauche es solche Eckpfeiler, meinte Niederösterreichs Landeshauptmann.

Möglich geworden ist die Österreichische Eisenstraße durch die Gründung einer eigenen Arbeitsgemeinschaft, deren Mitglieder die Mitte der achtziger bzw. Anfang der neunziger Jahre ins Leben gerufenen Vereine Steirische Eisenstraße, Eisenstraße Oberösterreich und Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland sind. Dieses Netzwerk der drei Vereine umfasst heute 76 Gemeinden und zahlreiche Partner, wie Museen, Schmiede und Eisenstraßen-Wirte. Ein gemeinsames Entwicklungskonzept soll nun dazu beitragen, in diesem besonderen Kultur- und Wirtschaftsraum Kooperationsprojekte zu verwirklichen, die regionalen Besonderheiten und Produkte zu vermarkten und auch für den Tourismus zu nützen. Finanziell unterstützt werden die Eisenstraßenvereine auch von der Europäischen Union. Alle drei Eisenstraßenregionen sind Leader Plus-Regionen und haben somit bis 2006 die Chance, die angestrebten Projekte zu verwirklichen.


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