31.08.2001 | 00:00

Vierte GLOBArt Academy in Pernegg eröffnet

LH Pröll: „Ganzheitliche Denkungsart tut Not!“

„Das große Verdienst der Initiatoren von GLOBArt ist es, dass durch dieses Symposion jene Menschen dabei unterstützt werden, sich zu artikulieren und gehört zu werden, die ein hohes Maß an Sensibilität entwickeln. Das Miteinander von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft ist heute keineswegs mehr selbstverständlich, das sektorspezifische Denken wird als Allheilmittel betrachtet. Wir sollten uns wieder zu einer ganzheitlichen Denkungsart durchringen“, stellte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei der Eröffnung des Symposions GLOBArt Academy 2001 im Stift Pernegg fest. Die Begriffe Internationalisierung und Globalisierung seien heute oft gebrauchte, auf den vermeintlichen Fortschritt bezogene Schlagworte. Doch bestehe dabei die Gefahr, dass die kleine überschaubare Einheit zu kurz komme. Der Fortschrittsglaube verführe dazu, dass immer wieder Grenzen überschritten werden. Doch gebiete es die ethische Verantwortung, auch Grenzen anzuerkennen, so Pröll.

Das Symposion GLOBArt war vor vier Jahren von Bijan Khadem-Missagh ins Leben gerufen worden. „Die spontane Reaktion Prölls damals, der sich über meine Idee begeistert zeigte, und die anschließende Unterstützung machte diese neue Art einer wissenschaftlich-künstlerischen Vortragsreihe möglich“, berichtete einleitend Bijan Khadem-Missag. GLOBArt habe eine Zauberformel gefunden, Gedanken durch Kunst zu bewegen und Emotionen zu schaffen. Die Kunst baue selbst dort Brücken, wo sogar Religionen ihre Grenzen haben, meinte DDr. Joachim Angerer, Abt des Stiftes Geras und „Hausherr“ des Stiftes Pernegg.

Das Thema der in den nächsten Tagen laufenden Vortrags- und Diskussionsreihe ist „Biodiversität – Die Vielfalt des Lebens, Erhaltung und Entfaltung“. Einen ersten Anstoß zur Bewältigung des Themas gab im Rahmen der Eröffnung der Naturwissenschafter Univ.Prof. Dr. Rupert Riedl, der sich in einem Festvortrag mit den naturwissenschaftlichen Aspekten der Schöpfung auseinandersetzte. Das Miteinander von Wissenschaft und Kunst fand in ausgezeichneten musikalischen Darbietungen seinen Ausdruck: Janosch Balint (Flöte), Deborah Sipkai (Harfe) und Peter Barsony (Viola) spielten Debussy und Jacques Ibert.


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